Wurmkiste, Wurmkmpost anlegen
Die Humusproduktion gelingt in einer Wurmkiste besonders schnell und einfach. Das dazu nötige Behältnis kann man fertig kaufen oder selbst herstellen. Der Handel bietet zwar auch Kunststoff-Wurmboxen an, mit Holz entsteht jedoch ein weitaus besseres Klima innerhalb der Kiste.
Geeignet ist gewachsenes Holz, zum Beispiel Kiefer, oder MDF-Platten, Hauptsache das Holz ist nicht behandelt. Reines Sperrholz vermodert sehr rasch.
Wurmkiste – Ausführung
Idealerweise besitzt eine Wurmkiste etwa die Maße 60 x 40 cm und 40 cm hoch. Vierkanthölzer dienen zur Verstärkung, dazu kommt noch ein Deckel und eine mittige Trennwand, die aus Holz, einem Drahtgeflecht mit Rahmen oder aus Metall bestehen kann. Wichtig ist, dass die Abtrennung Löcher aufweist, durch die Würmer passen.
Wurmkiste füllen
Bei der ersten Befüllung wird die Kiste zunächst in der einen Hälfte mit feuchtem Zeitungspapier ausgelegt und darüber eine Schicht Garten- oder Blumenerde gestreut. Zur weiteren Beschickung eignen sich alle zerkleinerten Küchenabfälle wie Kaffeesatz, Obst- und Gemüseabfälle und Eierschalen.
Das Substrat sollte zwar feucht aber niemals zu nass sein. Steinmehl verhindert allzu starken Geruch und versorgt das Substrat mit Mineralien. Deshalb sollte regelmäßig davon eingestreut werden.
Würmer für die Wurmkiste
Erst wenn sich eine Schicht von 10 cm in der Kiste befindet, kommen die Würmer zum Einsatz. Spezielle Kompostwürmer aus der Gattung Eisenia, die zur Familie der Regenwürmer zählen, vollbringen bei der Kompostierung den bestmöglichen Erfolg.
Wurmfarmen haben sich auf deren Züchtung spezialisiert und liefern auch auf Bestellung. Mit den eingebrachten Würmern geht es los mit der Humusherstellung. Die Würmer legen ihre Eier bevorzugt auf Papier, speziell in zusammengeknülltes Zeitungspapier oder in die Röhren von Wellpappe. Deshalb dient beides zwischendurch eingefügt als ideale Kinderstube.
Fertiger Humus aus der Wurmkiste
Ist die erste Kammer der Wurmkiste voll, geht es in der zweiten auf gleiche Weise weiter. Die Würmer können durch die Löcher der Abtrennung bequem dorthin wandern.
Spätestens, wenn sie im ersten Bereich ihre Arbeit vollbracht haben, müssen sie zwangsweise zur neuen Nahrungsquelle umziehen. Dann sollte sich der Inhalt in der ersten Abtrennung in feinkrümeliges, nach Waldboden riechendes Substrat gewandelt haben, das im Garten oder für Topfpflanzen verwendet werden kann.
Wurmkiste – Standort
Frost würde den Würmern schaden, deshalb muss eine Wurmkiste über den Winter in den Keller. Die optimale Temperatur für eine Wurmkiste liegt bei etwa 20 Grad. Über den Winter kann sie allerdings auch darunter liegen. Keinesfalls sollte eine Wurmkiste in praller Sonne stehen. Das wäre den Würmern zu heiß, außerdem trocknet an einem solchen Standort das Substrat in der Kiste zu stark aus.
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