Der Wurmkompost
Der Wurmkompost ist eine Alternative zum gängigen Komposthaufen und bietet die Möglichkeit, auch während der kalten Jahreszeit Haushaltsabfälle und Grünzeug zu verwerten. Im Winter würde durch die kalten Temperaturen auf dem normalen Kompost der Vorrotungsprozess nur langsam von statten gehen, wobei der Wurmkompost weiterhin zügig verrottet. Die Abfälle sollten auf dem Wurmkompost stets zerkleinert werden und in kleinen, handlichen Portionen in eine große Kompostkiste gegeben werden, in denen auch die Kompostwürmer leben. Die benötigten Würmer für einen Wurmkompost können Sie aus dem Mist- oder Komposthaufen sammeln, oder im Fachversand bestellen - wobei letzteres kein "Muss" ist! Die benötigten Würmer kann man ebenso unter Holzbrettern, Steinen und alten Teppichen finden, die man im Garten auslegt.
Welcher Kompostbehälter eignet sich und wo stellt man ihn auf?Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Wurmbehältnissen: Die Kunststofftonne oder die Kiste aus Holz. Besorgen Sie sich solch eine Kiste mit gebohrten Luftlöchern im Deckel und Abflusslöchern im Boden (darunter eine Auffangwanne für die entstehende Verrottungsflüssigkeit). Die aufgefangene Flüssigkeit ist später ein guter Dünger (verdünnt) für ihre Gartenpflanzen. Stellen Sie diese Kiste an einem warmen Ort auf; geeignet ist z.B. die Garage, ein Schuppen etc. und geben Sie eine Schicht Torf oder Laubkompost hinein. Die Würmer können Sie nun direkt auf diese erste Schicht geben. Küchenabfälle, Blätter von Blumen, Grünzeug etc. wandert nun in diesen Wurmkomposter. Pro Tag darf man am Anfang höchstens 200 g Abfälle hinzufügen. Wenn der Kompost zu trocken ist, sollte man ihn mit Wasser bestäuben. Um Fruchtfliegen zu vermeiden, empfiehlt es sich, neues Material mit Sägemehl, Wellpappe oder Zeitungspapier zu bedecken. Innerhalb von 3 Monaten verwandeln die Würmer diese Abfälle in brauchbares und fruchtbares Material, das sich u.a. für starkzehrende Pflanzen und zum Umtopfen geeignet ist. Wenn alles gut verrottet ist, können Sie das Material vorsichtig sieben. Die ausgesiebten Würmer geben Sie anschließend umgehend in den Wurmkompost zurück, denn an der frischen Luft würden Sie nach einiger Zeit verenden. Milchprodukte und Zitrusschalen sind für die Würmer weniger geeignet; deshalb bitte keine oder nur kleinste Mengen hiervon dem Wurmkompost zuführen. Für wen ist der Wurmkompost geeignet? Vor allem für kleinere Haushalte, in denen nur geringe Mengen an organischem Material anfällt. Ebenfalls ist die Wurmkompostierung eine ideale Ergänzung zum Komposthaufen im Garten. Bild: www.pixelio.de |