Beifuß, Wilder Wermut, Besenkraut, Mutterkraut, Gänsekraut, Artemisia vulgaris
Fühlt sich bei fetten Speisen wohl...
Beifuß ist auch als Gänsekraut, Besenkraut, Mutterkraut oder Wilder Wermut bekannt. Die Staude kann eine Höhe von bis zu zwei Metern annehmen und benötigt daher genug Platz im Kräuterbeet. Die Blüten des Korbblütlers und gelb bis grau-bräunlich und zeigen sich im August. Gerne wird der Beifuß als das älteste Gewürz der Welt bezeichnet und ist in der ganzen Welt verbreitet. Seinen Namen Mutterkraut trägt der Beifuß, weil er schon in der Antike verwendet wurde, um Frauenleiden zu bekämpfen. Beifuß ist eine winterharte Pflanze.
Standort von Beifuß
Wildwachsend findet man den Beifuß am Feldrand oder an Bachufern. Er benötigt im Garten einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen trockenen, kalkreichen Boden.
Aussaat und Vermehrung des Beifuß
Ab Februar kann der Samen des Beifuß in kleinen Töpfen vorgezogen und im April oder Mai ins Freiland gesetzt werden. Man kann den Beifuß aber auch durch Wurzelteilung vermehren. Das sollte bevorzugt im Herbst oder im Frühjahr erfolgen.
Ernte von Beifuß
Da die Blätter des Beifuß sehr bitter schmecken, verwendet man vorwiegend die Rispen mit den noch geschlossenen Blüten. Sie müssen direkt vor der Blüte im Juli oder August geerntet werden. Anschließend trocknet man sie und bewahrt sie in einem luftdicht verschlossenen Gefäß auf.
Wirkung des Beifuß
Beifuß ist appetitanregend und verdauungsfördernd. Besonders die Verdauung fetter Speisen wird vom Beifuß unterstützt. Er wirkt aber auch krampflösend und wird daher gerne bei Menstruationsbeschwerden verwendet. Äußerlich angewendet wirkt Beifuß entzündungshemmend. Der Tee kann aufgrund des Gehalts von Cineol bei Wurmbefall helfen. Beifuß hat auch eine beruhigende und wehentreibende Wirkung und soll gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden können.
Zur Zubereitung eines Beifuß-Tees wird ein Teelöffel der zerrebelten Blütenrispen mit kochendem Wasser übergossen (10 Minuten ziehen).
Seinen Namen trägt der Beifuß auch deshalb, weil er lindernd bei schmerzenden Beinen und Füßen hilft. Im Mittelalter wurde ein Blatt Beifuß in den Schuh gelegt, um müden Füßen vorzubeugen. Da Beifuß auch menstruations- und wehenfördernd wirkt, darf er nicht in der Schwangerschaft genossen werden.
Beifuß in der Küche
Als Gewürz ist Beifuß immer dann gefragt, wenn es um die Zubereitung von sehr schweren und fetten Speisen geht. Man verwendet ihn zu Geflügel, Schweinefleisch, Hammel, Aal, Makrele und zu Hering. Besonders gut harmoniert Beifuß mit Zwiebeln, Pfeffer und Knoblauch.
Damit das Kraut sein Aroma an die Speisen abgibt, muss es mitgekocht werden. Man zerkleinert die Blütenrispen zu diesem Zweck stark oder gibt sie in einem kleinen Mullsäckchen mit in den Kochsud, so dass man sie nach dem Kochen gut wieder entfernen kann.
- Mutterkraut...
- Kümmel, Carum carvi...
- Eibisch, Althaea officinalis...
- Kreuzkümmel, Stachelkümmel, Kumin, Cuminum cyminum...
- Kerbel, Suppenkraut, Anthriscus cerefolium...
- Anis, süßer Kümmel, römischer Fenchel, Pimpinella anisum...
- Johanniskraut, Hypericum perforatum...
- Boretsch, Borago officinalis...
- Estragon, Artemisia dracunculus...
- Fenchel, Foeniculum vulgare...
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