Bibernelle, Bockwurz, Pimpinella major
Die Bibernelle, von vielen auch Bockwurz genannt, ist weit verbreitet und wächst an Wegen, Zäunen und auch auf Wiesen und wird in der Regel maximal 50 cm hoch. Sie hat gefiederte Blätter, die dunkelgrün sich und in ihrer Ausprägung den Blättern der Petersilie ähneln. Die Blütezeit der Bibernelle reicht von Juni bis weit in den Oktober hinein und aus der Blüte entwickelt sich der für die Bibernelle typische braune Samen, der einen sehr intensiven Geschmack hat.
Die Wurzel der Pflanze, die etwa 1 Zentimeter dick wird, hat ebenfalls einen sehr intensiven Geruch, der dem eines Ziegenbockes ähnelt und von daher auch der Name Bockwurz abgeleitet wurde.
Gerne wird die Pflanze auch mit der Pimpinelle verwechselt, welche jedoch einer anderen Kräutersorte zuzuordnen ist.
Standort und Pflege der Bibernelle
Die Bibernelle bevorzugt sonnige Standorte mit einem tiefgründigen Boden. Von Juni bis Oktober bilden sich an den Stängeln der Bibernelle weiße oder rosafarbene Blüten. Möchte man die Bibernelle durch eine Direktsaat im Garten pflanzen, so wird diese im zeitigen Frühjahr (März) vorgenommen. Die Bibernelle sollte stets gut feucht stehen, andernfalls kann die Bibernelle schaden tragen. In trockenen Sommermonaten ist deshalb auf eine regelmäßige Wassergabe zu achten.
Die Vermehrung kann ebenso im Herbst mit einer Wurzelteilung erfolgen.
Als Heilpflanze nicht zu verachten
Wer sich mit dieser Pflanze auskennt, mahlt die Wurzeln zu einem feinen Pulver und kocht davon einen Sud. Vor allem bei Nierenentzündungen, Leberentzündungen, Bronchitis, Asthma, Halsentzündungen oder sonstigen Entzündungen im Körper wirkt die Bibernelle wahre Wunder.
Nicht umsonst wird ihr auch nachgesagt, dass sie alles Schlechte aus dem Körper herausspült und vertreibt. Man kann aber die Wurzel nur kauen und den Saft schlucken. Dies hilft vor allem bei Heiserkeit und ist durch seine treibende Wirkung auch ein hervorragendes Mittel, wenn man von Nierensteinen geplagt wird.
Ideal bei Erkältungen und Bronchitis
Weitere Verwendung findet man bei der Bibernelle als Kräuterwein oder als Kräutertee. Man kann auch eine Tinktur ansetzen, die vor allem gegen Eiter sehr wirksam ist. Bei Erkältungen und Fieber wird die Bibernelle sehr häufig genommen, weil man nach der Einnahme sehr stark schwitzen und damit das Fieber senken kann und die Erkältung aus dem Körper geschwitzt wird. Wer das Mittel anwendet, sollte sich allerdings auch in den einzelnen Rezepturen auskennen.
Sammeln und konservieren der Bibernelle
Die Wurzeln sollten gesammelt und von Erde und Schmutz gereinigt werden. Anschließend die Wurzeln zerteilen und auffädeln. Die Trocknung sollte schonend und langsam geschehen. Anschließend dunkel und kühl in Gläsern oder Dosen aufbewahren. Anschließend können die getrockneten Bibernellen-Wurzeln leicht in der Kaffeemühle gemahlen werden.
Rezepte Bibernelle
Möchte man einen Tee aus der Bibernelle zubereiten, so brüht man 2 Teelöffel des gemahlenen Wurzelpulvers mit ¼ Liter abgekochtem Wasser auf. Dieser ist hilfreich bei Husten und Heiserkeit und anderen entzündlichen Erkrankungen.
Inhaltstoffe der Bibernelle
Saponine, Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Cumarine, Polyacetylene
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