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Petersilie, Blattpetersilie, Schnittpetersilie, Wurzelpetersilie |
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Kräuterarten
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Petersilie, Blattpetersilie, Schnittpetersilie, Wurzelpetersilie
Petersilie gilt heute als Gewürzkraut Nummer eins in der
Küche. Wer die grünen Blätter stets frisch ernten möchte, kann das schmackhafte
Kraut problemlos im Garten anbauen. Petersilie bevorzugt tiefgründige,
humusreiche, mittelschwere Böden. Sie wachse bei ausreichender Feuchtigkeit
auch auf weniger guten Standorten, erklären die Experten der Bayerischen Gartenakademie.
Maritimes Klima mit gemäßigten Temperaturen sowie hohe Luft- und Bodenfeuchte
förderten das Wachstum aber. Während die Wurzeln unsere Winter überstehen,
vertragen die Blätter nur leichte Fröste.
Blattpetersilie (Petroselinum crispum ssp. Crispum) und Wurzelpetersilie
(Petroselinum crispum ssp. Tuberosum) gehören zu den Doldenblütlern. Mit ihren
kräftigen Pfahlwurzeln ähneln sie im Aufbau der Möhre. Die Blütenbildung
erfolgt erst im zweiten Jahr und wird durch einen Kältereiz ausgelöst. Die
Blüte erscheint im Juni oder Juli. Im September reifen zweiteilige trockene
Spaltfrüchte, von denen jedes Teilfrüchtchen einen Samen enthält.
Hobbygärtner müssen beim Anbau unbedingt die Fruchtfolge beachten. Petersilie
sollte nicht nach Möhren, Sellerie, Pastinaken oder anderen Doldenblütlern
stehen: Wegen der extremen Selbstunverträglichkeit muss nach Mitteilung der Gartenexperten
eine Anbaupause von mindestens vier Jahren eingehalten werden. Sofern die
Wurzeln eingearbeitet werden, ist Petersilie keine gute Vorfrucht, auch nicht
für Gemüsearten anderer Familien.
Die Aussaat erfolgt in Reihen ab Mitte März bis Mitte Juli direkt ins Freiland,
die Ernte ab Juni bis zum Oktober oder November. Die äußeren Blätter können
wiederholt geschnitten werden, denn die inneren Herzblätter treiben immer
wieder nach. Eine tiefgründige Bodenvorbereitung und eine gute Humusversorgung
fördern die Wurzelbildung. Als Mittelstarkzehrer braucht Petersilie regelmäßig
Dünger.
Bei Wurzelpetersilie heißt die Hauptsorte «Halblange», auch «Berliner» genannt.
Sie besitzt eine mittellange Wurzel und ist auch für den Schnitt gut geeignet.
Bei Blatt- oder Schnittpetersilie besitzen die glattblättrigen Sorten einen
etwas stärkeren Wuchs, einen höheren Blattstielanteil und einen intensiveren
Geschmack. Beliebt sind zum Beispiel die Sorten «Gigante d'Italia», und
«Einfache Schnitt». Bevorzugt werden heute laut Bayerischer Gartenakademie
aber meist krausblättrige Sorten: Am bekanntesten ist die Sorte «Mooskrause»,
die viel Blattmasse bei einem mittleren bis starken Wuchs bringt. Weitere
Sorten sind «Darki», «Grüne Perle», «Bravour» und «Garland». Quelle: ddp
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