Gartengestaltung

Garten selbstgemacht

Gartenkräuter

Gartenwissen

Boretsch, Borago officinalis

Boretsch bringt immer Freude

So lautete ein Sprichwort der Römer, die dieses Kraut schon zu schätzen wussten. In Mitteleuropa gibt es den Boretsch seit dem Mittelalter. In Deutschland ist die Pflanze auch bekannt unter den Namen Gurkenkraut oder Gurkenkönig, was jedoch nicht nur darauf hindeutet, das Boretsch ein beliebtes Gewürz für eingelegte Gurken ist, sondern auch darauf, dass sein Geschmack dem von Gurken ähnlich ist.

Der Boretsch gehört zu den Rauhblattgewächsen und wird bis zu einem Meter hoch. Seine kleinen, sternförmigen Blüten sind blau und von Mai bis Oktober sichtbar. Den Boretsch findet man im Mittelmeerraum, in Nordeuropa und in Nordamerika. Die Pflanze ist einjährig.

Standort für Boretsch

Boretsch wächst auf feuchten Wiesen und an Bachufern häufig wild. Im Garten bevorzugt die Pflanze ebenfalls einen feuchten Boden, aber einen sonnigen Standort. An die Bodenbeschaffenheit stellt der Boretsch keine großen Ansprüche.

Aussaat und Vermehrung von Boretsch

Der Boretsch vermehrt sich selbst, weil er seine Samen streut. Um ihn gezielt zu ziehen, kann der Boretsch ab Februar in kleinen Töpfen oder im Frühbeet ausgesät werden. Er hat eine sehr kurze Keimdauer von nur fünf Tagen und kann schon im März in den Garten gepflanzt werden.

Ernte des Boretsch

Boretsch eignet sich nicht zum Trocknen, da er dann seine Würzkraft verliert. Die frischen Blätter und die Blüten können den ganzen Sommer über geerntet werden. Wer eine starke Verbreitung des Boretsch in seinem Garten vermeiden möchte, erntet die Blüten, bevor sie ihre Samen verteilen können. Da sich die kleinen Haare auf den Blättern mit zunehmendem Alter zu Borsten entwickeln, sind die älteren Blätter des Boretsch nicht mehr genießbar.

Wirkung des Boretsch

Das Kraut hat eine schweißtreibende, abführende und herzstärkende Wirkung. Es wirkt aber auch beruhigend, entgiftend und entzündungshemmend. Durch seine schleimlösende Eigenschaft kann Boretsch bei Erkältungskrankheiten helfen, zumal er gleichzeitig eine fiebersenkende Wirkung hat. Boretsch hilft außerdem bei Gicht, Rheuma, Bluthochdruck, Depressionen, Schlaflosigkeit und Menstruationsbeschwerden. Gegen Ekzeme, Furunkel, schlecht heilende Wunden und Hautausschläge kann der Boretsch äußerlich angewendet werden.

Rezept Boretschtee 

Zur Linderung werden zwei Teelöffel Boretsch-Blätter und Blüten in einer Tasse mit kochendem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten kann der Tee durch ein Sieb gegossen und getrunken werden.  Der Tee eignet sich aber auch für Waschungen oder feuchte Umschläge.

Rezept Boretschtinktur 

Da der Boretsch bevorzugt frisch verwendet wird, bietet sich die Herstellung einer Boretsch-Tinktur an. Dazu werden die Blätter in ein verschließbares Glas gegeben und mit klarem Schnaps übergossen, bis sie bedeckt sind. Das Glas stellt man an einen sonnigen, warmen Platz und lässt die Tinktur bis zu 6 Wochen ziehen. Anschließend kann man sie abseihen und in eine kleine Flasche füllen. So hat man auch in den Wintermonaten einen Vorrat von dem hilfreichen Kraut.

Boretsch in der Küche

Die Boretsch-Blüten kann man in Essig einlegen, denn er erhält damit nicht nur einen guten Geschmack, sondern eine blaue Färbung. Auch im Salat wirken die blauen Blüten neben dem typischen Geschmack sehr farbenfroh. Die frischen Blätter des Boretsch sind ein ideales Salatgewürz, eignen sich aber auch zur Würze von eingelegtem Gemüse, Suppen, Soßen, Quark und Frischkäse.


Suchbegriffe
borago officinalis, boretsch, kräuterarten

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neue Kommentare