Brennnessel, Donnernessel, Urticae
Jeder kennt die Brennnessel und jeder hat wohl schon das ein oder andere Mal mit der Pflanze und seinen brennenden Blättern Erfahrungen gemacht. Deshalb rückt man ihr auch meistens sofort zu Leibe, wenn man ihm heimischen Garten nur die Spitze einer Brennnessel erkennt und macht sie im wahrsten Sinne des Wortes platt.
Doch eigentlich hat dies die Pflanze, die überall wächst wo man sie wachsen lässt, gar nicht verdient, denn die Brennnessel ist eine sehr gute und vielseitig anwendbare Heilpflanze.
Pflanztipps Brennnessel
Die Brennnessel ist relativ anspruchslos und wächst und gedeiht in fast jedem Gartenboden. Bevorzugt werden Standorte die sonnig bis halbschattig gelegen sind. Möchte man die Brennnessel vermehren, so ist eine Wurzelteilung der Pflanze empfehlenswert.
Die Brennnessel blüht von Juni bis September.
Brennnesseln sind gut für das Blut
Die Brennnessel ist blutreinigend und wirkt blutbildend und blutstillend. Sie fördert den Stoffwechsel und hilft sehr gut bei Harnwegerkrankungen. Angewendet wird sie auch bei Rheumatismus und Gicht, da sie einen sehr guten Entschlackungseffekt hat. Aber auch bei Haarausfall und Schuppen ist sie ein wirksames Mittel und wird gerne eingesetzt.
Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit und Verstopfung sowie bei Durchfall, Magenbeschwerden und Nierenbeschwerden sind weitere Wirkungsfelder für die Wunderwaffe Brennnessel und auch bei Bluthochdruck verschafft die Pflanze Besserung.
Besonders als Tee kommt die Brennnessel sehr häufig zu seinen wohltuenden Wirkungen und wird vor allem wegen seiner entschlackenden Wirkung von vielen gerne im Frühjahr getrunken. Alles wird hier an Giftstoffen, die sich über den Winter im Körper angesammelt haben, herausgespült.
Große Wirkung bei Rheumaerkrankungen
Bei Rheumaerkrankungen wird auch häufig eine Kur angewendet, bei der die Kranken komplett mit der Pflanze auf den Körper geschlagen werden, um hier die Brennnesselgifte voll zur Entfaltung kommen zu lassen. Dies sollte nicht selbst durchgeführt werden, da es auch zu Überreaktionen durch das Gift kommen kann.
Darüber hinaus wirkt die Brennnessel stoffwechselfördernd, hemmend bei Durchfall, blutdrucksenkend, schleimlösend und senkend bei zu hohem Cholesterinspiegel.
Wann wird die Brennnessel gesammelt?
Brennnesselblätter sammelt man am besten in den Monaten März bis Oktober, wenn die Blättchen noch jung und grün sind. Bei den Wurzeln ist der beste Erntezeitpunkt im Frühjahr bis in den Herbst hinein.
Brennnessel-Rezept gegen Haarausfall:
Man bedeckt frische und fein gehackte Wurzeln der Brennnessel komplett mit Alkohol und lässt den Sud für zwei Wochen bei Zimmertemperatur ziehen. Anschließend seiht man die groben Teile des Brennnesselsuds ab und reibt die Kopfhaut täglich damit ein. Besonders effektiv gegen Haarausfall: einen Sud aus den Wurzeln der Brennnesseln mit den Wurzeln der Großen Klette bereiten und die Kopfhaut damit täglich einreiben.
Brennnessel-Tee gegen Unterleibsprobleme
Die Brennnessel wirkt ebenso hervorragend gegen Unterleibsbeschwerden von Frauen. Hierfür kann man einen Kräutertee zubereiten, der mit 2 Teelöffeln (frischer!) zerleinerten Brennnesselwurzeln oder Blättern für circa 5 Minuten mit einer Tasse heißem Wasser gekocht wird. Abseihen und trinken!
Tipp zur Verwendung von Brennnesseltee: Da es sich bei dem Tee um einen starken Pflanzensud handelt, sollte man nicht länger als drei Wochen damit behandeln, dann ist eine Pause empfehlenswert.
Brennnessel für ein glänzendes Fell bei Pferden
Die Brennnessel als Futterbeigabe verhilft bei Pferden und Ponys zu einem schönen und glänzendem Fell. Auch Kühe sprechen auf die Brennnessel gut an, denn gibt man ihnen während der kalten Jahreszeit etwas Brennnessel in das Futter, so geben sie mehr Milch.
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