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Eberraute, Artemisia abrotanum

Eberraute - schmackhaft und heilsam 

Man nennt die buschartige Kräuterpflanze auch Eberrautenkraut oder Eberreis. Der Korbblütler wird bis zu einem Meter hoch und zeigt von August bis November zierliche, kleine, blass gelbe Blüten. Die Eberraute duftet stark nach Zitrone und war daher schon in der Antike sehr beliebt als Raumduft. Die aus dem Mittelmeerraum stammende, aber auch in Mittel- und Südamerika sowie in Vorderasien und Nordamerika beheimatete Pflanze bildet in Mitteleuropa keine Früchte.

Die Pflanze ist bedingt winterhart, daher muss sie im Herbst komplett zurück geschnitten werden. Eberraute ist verwandt mit Beifuß, Estragon und Wermut.

Standort der Eberraute

Als vorwiegend südländisches Gewächs liebt die Eberraute die Sonne und dazu einen trocknen und kalkhaltigen, aber humosen Boden. Da die Eberraute sehr breit wächst, benötigt sie einen Pflanzabstand von 30 bis 40 Zentimetern.

Aussaat und Vermehrung der Eberraute

In Mittel- und Nordeuropa trägt die Eberraute keine Samen. Die Vermehrung erfolgt daher durch Stecklinge oder durch Wurzelteilung. Diese bietet sich bei einem Standortwechsel an, der alle drei bis vier Jahre stattfinden sollte.

Ernte der Eberraute

Vorwiegend die frischen Blätter und die jungen Triebspitzen der Eberraute eignen sich zur Verwendung und werden daher geerntet. Die Ernte ist den ganzen Sommer über möglich, erfolgt aber vollständig im Herbst, wenn die Pflanze zurück geschnitten werden muss. Man bindet kleine Sträuße daraus und hängt sie zum Trocknen auf. Eine andere Art der Aufbewahrung ist das Einfrieren der Blätter der Eberraute.

Heilwirkung der Eberraute

Die Eberraute hat eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, ist aber auch hilfreich bei Durchfallerkrankungen, wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Außerdem stärkt die Eberraute die Abwehrkräfte, wirkt krampflösend und schweißtreibend.

Die Eberraute wird daher bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsstörungen, Blasen- oder Nierenschwäche sowie bei Menstruationsbeschwerden und Menstruationsstörungen angewendet. Sie hilft aber auch gegen Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Entzündungen des Ischiasnervs.

Zur Verwendung wird die Eberraute entweder als Tee aus ein bis zwei Teelöffeln frischer oder getrockneter Blätter pro Tasse verwendet, die mit kochendem Wasser übergossen werden (10 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb gießen) oder als Tinktur, die aus den Blättern der Pflanze mit klarem Schnaps hergestellt wird. Dazu füllt man die Blätter in ein verschließbares Glas und übergießt sie mit dem Schnaps, bis sie bedeckt sind. Diese Tinktur lässt man bis zu sechs Wochen an einem warmen Standort ziehen, seiht sie dann ab und füllt sie in eine kleine Flasche.

Eberraute in der Küche

Die Blätter haben ein Aroma, das an Zitrone und ein wenig an Cola erinnert. Sie eignen sich sehr gut zur Würze von Quarkspeisen und Salaten, aber auch von fettem Fleisch und für die dazugehörigen Soßen.


Suchbegriffe
artemisia abrotanum, eberraute, kräuterarten

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