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Eibisch oder Althaea officinalis

Marshmallow für das Kräuterbeet

Der englische Name der koreanischen Nationalblume lautet tatsächlich Marshmallow. Der Zuckerschaum wurde früher aus den Stengeln, Blättern und Wurzeln des Eibischs zubereitet. Der Eibisch ist eine sehr haarige Staude, denn sowohl der Stiel, als auch die Blätter sind von einem samtigen Haarwuchs überzogen. Die Blüten der bis zu zwei Meter hohen Pflanze sind bis zu fünf Zentimeter groß und weiß oder hellrosa. Der Eibisch blüht von Juli bis September. Nach der Blüte zeigen sich die von einem Kelch umschlossenen Samen. Die Staude ist winterhart und sorgt über lange Jahre für Freude im Garten.

Der Eibisch ist in Europa, Asien und anderen Ländern der nördlichen Erdhalbkugel beheimatet. Schon in der Antike wurde die Pflanze als Suppenkraut erwähnt.

Standort für Eibisch

Eibisch wächst auf feuchten und salzhaltigen Wiesen, an Flussufern und Bächen wild. Er liebt also den feuchten Boden. Deshalb sollte der Eibisch auch im Garten zwar an einem sonnigen Platz stehen, aber feuchten, lehmhaltigen und humosen Boden haben. Anstelle des lehmigen Bodens wächst die Pflanze aber auch auf sandigen Böden gut. Da der Eibisch so groß und ausladend wird, sollte er einen Abstand von 60 Zentimetern zu anderen Pflanzen haben.

Aussaat und Vermehrung von Eibisch

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt ins Kräuterbeet. Aber der Eibisch lässt sich auch durch Wurzelteilung oder Stecklinge aus jungen Trieben vermehren. Die Wurzelteilung solle im Herbst vorgenommen werden. Zur Bildung von Stecklingen sollten die Triebe ungefähr sieben Zentimeter lang abgeschnitten und direkt in die Erde gesteckt werden.

Ernte des Eibisch

Da vom Eibisch sowohl die Blätter, als auch die Samen und die Wurzel geerntet werden, gibt es unterschiedliche Erntezeiten. Während man die Blätter den ganzen Sommer über, bevorzugt aber vor der Blüte, frisch ernten und verwenden kann, ist die Ernte der Samen nur im Herbst nach der Blüte möglich und auch erst ab dem zweiten Lebensjahr der Pflanze. Die Wurzel wird ebenfalls im Herbst geerntet, aber erst, kurz bevor der Frost einbricht.

Während die Blätter des Eibischs nur frisch verwendet werden, trocknet man die Samen und die zerkleinerten Wurzeln und bewahrt sie in einem luftdicht verschlossenen Gefäß auf. Die Wurzeln müssen möglichst schnell getrocknet werden, um sich nicht zu verfärben.

Heilwirkung des Eibischs

Die Wurzel des Eibischs enthält eine schleimige Substanz. Gerade dieser Schleim enthält die wichtigsten Wirkstoffe des Eibischs, Betain, Lecithin, Pektin, Öl und viele mehr. Der Eibisch darf nicht gekocht werden, weil diese Wirkstoffe sonst zerstört würden.

Aus diesem Grund setzt man aus dem Eibisch einen Kaltauszug an, der vorwiegend bei Erkältungskrankheiten, Mundschleimhautentzündungen, Magenschleimhautentzündung oder Entzündungen der Darmschleimhaut eingenommen wird. Der Eibisch hilft aber auch gegen Mundgeruch, Schlaflosigkeit, Blasenentzündung und wird insbesondere äußerlich bei trockner Haut, rissigen Händen, Insektenstichen, Tierbissen, Furunkel, feuchten Ekzemen, Quetschungen, Sonnenbrand und sogar bei Muskelkater angewendet. Als Spülung kann der Kaltauszug für trockenes Haar verwendet werden.

Der Kalthauszug wird hergestellt, indem drei Teelöffel der getrockneten Wurzel mit kaltem Wasser übergossen werden. Diesen Sud lässt man zugedeckt über Nacht ziehen. Vor dem Trinken wird der Auszug abgeseiht und leicht erwärmt.

Für die Behandlung von Furunkeln und Karbunkeln wird ein Breiumschlag angewendet, für den die Wurzel kleingerieben und mit Honig vermischt wird. Der Umschlag muss jeweils nach zwei Stunden erneuert werden.

Eibisch in der Küche

Die Spitzen der jungen Eibisch-Blätter, aber auch die Blüten, können in Salaten verwendet oder als Gemüse gekocht werden, die Samen dienen als Gewürz. Die Wurzel des Eibischs kann als Gemüse in Butter gebraten werden.


Suchbegriffe
althaea officinalis, eibisch, kräuterarten

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