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Estragon, Artemisia dracunculus

Tausendsassa Estragon

Estragon (Artemisia dracunculus) ist vorwiegend als Küchenkraut und Gewürz bekannt. Weniger verbreitet sind die vielen heilsamen Wirkungen des Krauts. Als Gartenpflanze gehört sie natürlich ins Kräuterbeet. Die Heimat des Estragons, der vor allem in der französischen und italienischen Küche verwendet wird, ist in Südeuropa und Asien. Der Estragon zählt wie die Ringelblume und die Kamille zu den Korbblütlern, zeigt jedoch nur sehr kleine, grünliche und unauffällige Blüten. Die Blütezeit des Estragons sind die Monate Mai und Juni. Artverwandt ist Estragon mit Beifuß und Wermut. Nach der Blüte wächst die Pflanze noch einmal kräftig.

Estragon ist mehrjährig, vertrocknet über den Winter und treibt im Frühjahr mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder neu aus. Im Frühjahr sollte man deshalb die vertrockneten Pflanzenteile bis auf 10 bis 15 Zentimeter zurück schneiden. Die Pflanze wird über einen Meter hoch, an einem guten Standort sogar bis zu zwei Metern.

Standort Estragon

Estragon liebt die Wärme und die Sonne. Der Boden sollte nährstoffreich sein, damit die Pflanze ihren kräftigen Wuchs und ihr ganzes Aroma entwickeln kann. Er muss regelmäßig gegossen werden, mag aber keine dauerhafte Feuchtigkeit.

Vermehrung und Aussaat von Estragon

Estragon ist vielseitig vermehrbar. Die Staude kann geteilt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, Ableger von der Pflanze zu trennen und natürlich lässt sie sich auch aussäen. Der Samen kann direkt von der Pflanze gewonnen werden, was aber aufgrund der kleinen Blüten nicht immer ganz einfach ist. Er ist aber auch überall im Fachhandel erhältlich.

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr in kleinen Töpfen, bevorzugt in spezieller Aussaaterde. Ab Mai können die Pflänzchen ins Freiland gesetzt werden. Im ersten Jahr ist die Pflanze noch sehr klein, wird aber von Jahr zu Jahr kräftiger und größer.

Ernte des Estragon

Eigentlich kann man die Blätter des Estragon den ganzen Sommer lang frisch verwenden. Sein voll ausgeprägtes Aroma entwickelt er jedoch kurz vor der Blüte. Man kann ihn aber auch nach der Blüte noch ernten und zum Trocknen in kleinen Sträußen an einem trockenen Ort aufhängen. Nachdem die Sträuße getrocknet sind, nimmt man sie ab und zerreibt die Blätter. Ihr Aroma bleibt am besten erhalten, wenn die zerriebenen Blätter in einem dunklen Glas aufbewahrt werden.

Wirkung des Estragon

Estragon stärkt die Verdauungsorgane und hat daher als Gewürz gleichzeitig die Wirkung, dass er gegen Völlegefühl vorbeugt. Er soll gegen Wurmbefall helfen, den Stoffwechsel anregen und entwässernd wirken. Sogar gegen Schluckauf soll ein Tee aus Estragon hilfreich sein. Wegen seiner menstruationsfördernden Wirkung darf Estragon nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden, soll aber bei Wechseljahresbeschwerden helfen. Estragon hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt und wirkt gegen Erkältungskrankheiten und Fieber. Umschläge aus Estragon Tee wirken schmerzlindernd bei Rheuma und Spülungen gegen Zahnschmerzen.

Estragon in der Küche

Vor allem als Gewürz für mediterrane Gerichte ist Estragon sehr beliebt. Da er aber sehr aromatisch ist, sollte man ihn nur wohl dosiert verwenden. Er kommt zu gebratenem Fleisch, in Mayonnaisen, Kräuterbutter und Salatsoßen zum Einsatz.


Suchbegriffe
artemisia dracunculus, estragon, kräuterarten

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