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Gartensalbei, Echter Salbei, Edelsalbei, Salvia officinalis

Andere Namen des Salbeis lauten Echter Salbei oder Edelsalbei. Über diese Art hinaus gibt es viele verschiedene Unterarten wie den Wolfssalbei, den Silberblattsalbei, den Muskatellersalbei oder den quirligen Salbei. Man könnte fast behaupten, dass jede Region in Europa, Asien und Amerika ihren eigenen Salbei hat.

Der mitteleuropäische Gartensalbei aber ist ein 50 bis 70 Zentimeter hoher Strauch, der stark verästelt und holzig ist. Die Blätter sind sehr groß, graugrün und eiförmig. Die ährenförmige Blütendolde ist entweder weiß oder violett. Die Blüten zeigen sich während des ganzen Sommers von Mai bis Oktober. Die Pflanze ist ein- oder zweijährig und winterhart. Nach dem Frost sollte der Salbei bis auf seine halbe Höhe zurückgeschnitten werden.

Standort für Salbei

Der Salbei ist eine eigentlich aus südlichen Regionen stammende Pflanze und liebt daher Sonne und Wärme, gedeiht aber auch im Halbschatten noch ganz gut. Der Boden sollte trocken und kalkhaltig bis leicht sauer sein. Am Südfenster gedeiht der Salbei auch im Haus als Topfpflanze. Da der Salbei den Boden stark beansprucht, sollte er nach drei oder vier Jahren spätestens den Standort im Garten wechseln. Bei dieser Gelegenheit lässt er sich gut teilen.

Vermehrung und Aussaat von Salbei

Da der Salbei eine lange Keimdauer hat und nur langsam wächst, ist für die Vermehrung durch Samen sehr viel Geduld erforderlich. Er lässt sich daher besser durch Triebstecklinge und Wurzelteilung vermehren.

Ernte des Salbei

Der Salbei entwickelt erst im zweiten Jahr sein volles Aroma. Daher sollte man im ersten Jahr auf eine Ernte verzichten. Danach können die Triebspitzen das ganze Jahr über geerntet werden. Auf die Ernte der älteren Blätter sollte man verzichten, da sie einen bitteren Geschmack annehmen. Sein volles Aroma entfaltet der Salbei bei der Trocknung. Er kann an der Luft, aber auch bei 30 Grad im Backofen getrocknet werden, wenn es schnell gehen muss.

Wirkung des Salbeis

Einem mittelalterlichen Spruch zufolge kann ein Mensch nicht sterben, dem Salbei im Garten wächst. Dieser Spruch enthält sehr viel Wahrheit, denn Salbei ist ein sehr vielseitiges Heilkraut. Er ist entzündungshemmend und wird daher besonders bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum als Tee zum Spülen verwendet. Salbei ist aber auch ein bekannter Inhaltsstoff von Hals- und Hustenbonbons. Salbei ist krampflösend, reguliert die Verdauung und hilft gegen Durchfall, wirkt gegen Schweißbildung, Mundgeruch, Gicht, Rheuma und sogar gegen Depressionen und Haarausfall. Genau genommen gibt es kaum ein gesundheitliches Problem, bei dem der Salbei nicht eingesetzt werden kann. Das Kraut enthält östrogenartige Substanzen und hilft daher auch bei Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden.

Den Salbei trinkt man als Tee, den man aus einem Teelöffel Salbei pro Tasse aufbrüht und 10 Minuten ziehen lässt. Der Tee kann aber auch für Waschungen und Umschläge verwendet werden. Gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch hilft es, ein Salbeiblatt zu zerkauen.

Salbei in der Küche

Aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung wird Salbei gerne zur Würze fetter Speisen verwendet.  Er eignet sich daher für alle Fleisch- und Wurstsorten, aber auch für die Würze von Aal und anderen Fischarten sowie von Omeletts. Der Salbei hat einen kräftigen Geschmack und sollte daher bevorzugt mit anderen kräftigen Kräutern wie Rosmarin oder Thymian zusammen verwendet werden.


Suchbegriffe
echter salbei, edelsalbei, gartensalbei, kräuterarten, salvia officinalis

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