Johanniskraut, Hypericum perforatum
Johanniskraut ist immer sonnig
Seinen Namen trägt das Johanniskraut vom Johannistag, dem 24. Juni. Denn um diese Zeit zeigt die sonnenhungrige Kräuterpflanze ihre hübschen, gelben Blüten.
Man sagt dem Johanniskraut nach, dass es in der Mittsommerzeit, wenn die Sonne am längsten scheint, die Sonne aufsaugt, um sie in den dunklen Wintermonaten als Tee oder in anderer Form an die Menschen abzugeben.
Tatsächlich ist es das bekannteste pflanzliche Mittel gegen Depressionen. Diese Wirkung des Johanniskrauts wurde schon in der Antike geschätzt. Die Pflanze trägt auch den Namen Teufelsflucht, weil man sie zur Dämonenabwehr und zur Abwehr böser Geister als getrocknete Sträuße in Ställen und an Fensterkreuzen aufhängte.
Die Heimat des Johanniskrauts ist Europa, Nordafrika und Nordasien. Die Pflanze ist mehrjährig und kann bis zu einem Meter hoch werden. Das Johanniskraut trägt in dem nach oben hin immer buschiger werdenden Bereich viele kleine, gelbe Blüten. In der Natur wächst das Johanniskraut an Wegrändern und auf Wiesen. Es ist aber auch eine sehr hübsche Gartenpflanze, die obendrein einen großen Nutzen als Heilkraut hat.
Johanniskraut ist eine mehrjährige Pflanze, die jedoch nach einigen Jahren an derselben Stelle an Kraft verliert. Daher sollte man es danach an einem anderen Platz im Garten aussäen.
Standort von Johanniskraut
Johanniskraut liebt die Sonne und benötigt daher einen sonnigen Standort. Die Südseite des Gartens ist ideal für die Pflanze. An den Boden stellt das Johanniskraut keine großen Ansprüche, liebt es jedoch kalkhaltig.
Vermehrung und Aussaat des Johanniskraut
Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr in Anzuchttöpfen oder etwas später direkt ins Freiland. Die Samen müssen nur dünn mit Erde bedeckt und mäßig feucht gehalten werden. Sät man das Johanniskraut im Sommer aus, so kommt es erst im Folgejahr zur ersten Blüte.
Ernte von Johanniskraut
Die beste Erntezeit für das Johanniskraut ist die Mittsommerzeit, dann, wenn es in voller Blüte steht. Es soll am Vormittag geerntet werden, wenn der Tau getrocknet ist. Erntet man es, hat das natürlich den Nachteil, dass es den Garten nicht mehr mit seinen hübschen und duftenden Blüten zieren kann.
Der stimmungsaufhellende Wirkstoff im Johanniskraut, das Hypericin, ist nur in den Blüten enthalten, aber die anderen Pflanzenteile, also die Blätter und Stiele, enthalten ebenfalls viele Wirkstoffe, die gegen andere Beschwerden eingesetzt werden können.
Heilwirkung des Johanniskrauts
Die bekannteste Wirkung wurde ja bereits erwähnt, es ist die Stimmungsaufhellung und das Vertreiben von Depressionen. Aber Johanniskraut wirkt auch verdauungsfördernd, krampflösend, entzündungshemmend und kann sogar Wechseljahresbeschwerden lindern.
Johanniskraut verursacht aber auch eine Lichtempfindlichkeit der Haut und sollte daher nicht vor dem Sonnenbad angewendet werden.
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