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Kerbel, Suppenkraut, Anthriscus cerefolium

Ewige Jugend mit dem Glücksblatt

Der auch als Gartenkerbel oder Suppenkraut bekannte Kerbel wurde von den Griechen als Blatt des Glücks bezeichnet und die Römer sagten dem Kraut nach, dass es eine verjüngende Wirkung hätte. Man sieht also, den Kerbel gibt es schon seit der Antike. Er war ursprünglich nur im Mittelmeerraum verbreitet, wird aber heute weltweit angebaut. Die Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch und wächst sehr krautig an einem verästelten Stiel. Die Blüten sind doldenförmig und weiß, sehr klein und beinahe unauffällig. Die Blütezeit des Kerbels sind die Monate von April bis August. Die Pflanze ist zwar winterhart, aber dennoch nur einjährig.

Der Geschmack des Kerbels ist zum einen der Petersilie ähnlich, hat aber auch eine Note vom Anis. Schneidet man den Kerbel rechtzeitig vor der Blüte immer wieder zurück, so entwickelt er sich zu einem kleinen Busch und bildet besonders viele Blätter.

Standort für Kerbel

Der ideale Standort für den Kerbel ist trotz seiner südeuropäischen Herkunft ein halbschattiger Platz im Garten. An den Boden stellt er keine allzu großen Ansprüche, nur locker sollte er sein.

Aussaat und Vermehrung von Kerbel

{include_content_item 916}Da der Kerbel eine einjährige Pflanze ist, erfolgt die Vermehrung durch Aussaat. Diese kann von März an den ganzen Sommer lang direkt ins Freiland erfolgen. Die Keimdauer beträgt ungefähr zwei Wochen. Da der Kerbel klein und buschig gehalten werden kann, benötigt er einen Pflanzabstand von zwanzig Zentimetern.

Ernte des Kerbel

Sein bestes Aroma entwickelt der Kerbel vor der Blüte. Hat er erst einmal geblüht, so lässt auch das Aroma stark nach. Deshalb ist es sinnvoll, ihn durch regelmäßigen Rückschnitt am Blühen zu hindern. Die frischen Blätter des Kerbels können den ganzen Sommer über geerntet werden.

Zum Trocknen eignet der Kerbel sich nicht, da er sein Aroma dabei nicht erhalten kann. Er kann aber klein gehackt und anschließend eingefroren werden. Dazu eignen sich besonders Eiswürfelbehälter, da das gefrorene Kraut dadurch einfach zu portionieren ist.

Wirkung des Kerbels

Kerbel wirkt blutreinigend, entschlackend und harntreibend. Er soll aber auch Erkältungen lindern, gegen Kopfschmerzen helfen und sogar das Gedächtnis stärken. Man kann ihn gegen Fieber, Schlafstörungen und gegen Gichtknoten verwenden. Auch gegen Insektenstiche soll Kerbel hilfreich sein. Äußerlich angewendet wirkt der Kerbel gegen unreine Haut, Abszesse und Ekzeme.

Man nutzt die heilende Wirkung des Kerbels, indem man ihn frisch zu Salaten oder in Quarkspeisen isst, oder man kocht ihn als Tee, so dass man ihn auch äußerlich durch Waschungen oder Umschläge anwenden kann.

Kerbel in der Küche

In der Küche ist der Kerbel vor allem als Suppengewürz bekannt und als wichtiger Bestandteil der Grünen Soße, die zu Eiern und gekochtem Fleisch serviert wird.


Suchbegriffe
anthriscus cerefolium, kerbel, kräuterarten, suppenkraut

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