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Koriander, Wanzenkraut, chinesische Petersilie, Coriander sativum

Ein Kraut, das schon die Bibel kannte

Schon in der Bibel wurde der Koriander erwähnt und im Grab des Tutenchamun hat man ihn auch entdeckt. Die Römer hatten in einem Kochbuch viele Rezepte, bei denen der Koriander eine wichtige Rolle spielte und die Spanier nahmen ihn bei ihren Eroberungszügen mit nach Südamerika, wo er heute eines der beliebtesten Gewürze ist.

Der Doldenblütler ist auch unter den Namen Wanzenkraut oder Chinesische Petersilie bekannt und wird in einigen Regionen Cilantro genannt. Bis zu 80 Zentimeter kann die Pflanze hoch werden. Sie trägt fächerförmige, hellgrüne Blätter und in den Monaten von Juni bis August weiße und blass rosafarbige Blüten.

Ursprünglich kommt der Koriander aus dem Mittelmeerraum, ist aber heute weltweit verbreitet, besonders stark in Südamerika und einigen asiatischen Ländern. Koriander ist eine einjährige, aber dennoch winterharte Pflanze.

Standort für Koriander

Der Koriander liebt es sonnig, außerdem mag er sandige und kalkhaltige Böden. Bis zur Blüte muss die Pflanze reichlich gegossen werden. Koriander verbreitet einen starken Geruch und ist daher nicht so gut für einen Standort im Haus geeignet.

Aussaat und Vermehrung von Koriander

Als einjährige Pflanze wird der Koriander nur durch Aussaat vermehrt. Die Samen kann man ab April oder Mai, wenn es keinen Frost mehr gibt, direkt ins Freiland säen. Sie müssen dann aber zwei Zentimeter dick mit Erde bedeckt werden. Die Keimdauer beträgt zwei bis drei Wochen. Wenn die Pflänzchen größer sind, müssen sie auf einen Pflanzabstand von zehn Zentimetern vereinzelt werden.

Ernte des Koriander

Die Blätter des Korianders kann man den ganzen Sommer über ernten und frisch verwenden. Die Samen sind im Herbst reif, fallen aber leicht ab. Deshalb sollte spätestens im September die ganze Pflanze in einem Leinen- oder Baumwollbeutel zum Trocknen aufgehängt werden, so dass die Samenkörner sich in dem Beutel sammeln.

Wirkung des Korianders

Der Koriander wirkt gegen Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Magenkrämpfe und lindert einen Reizdarm. Er wirkt aber auch milchbildend bei jungen Müttern. Gleichzeitig hat der Koriander eine entzündungshemmende Wirkung. Man wendet das Kraut therapeutisch an, indem man aus einem Teelöffel zerstoßenem Samen in einer Tasse einen Tee zubereitet.

Es muss jedoch beachtet werden, dass die Koriander-Blätter bei Überdosierung eine euphorisierende Wirkung haben, auf die meist eine Depression folgt.

Koriander in der Küche

Die frischen Korianderblätter werden zur Würze von Suppen, Gemüse, Fisch und Geflügel verwendet. Sie haben einen unangenehmen Geruch, aber davon sollte man sich nicht hindern lassen, denn der Geschmack ist sehr würzig.

Die zerstoßenen Samenkörner haben einen süßlichen Geschmack und ein Aroma, das an Orangen erinnert. Sie eigenen sich daher hervorragend für die Zubereitung von asiatischen Gerichten.


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