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Kreuzkümmel, Stachelkümmel, Kumin, Cuminum cyminum

Das Kraut, nach dem römische Kaiser benannt wurden

Kreuzkümmel, KuminDer Kreuzkümmel ist nicht mit dem schwarzen Kümmel zu verwechseln. Er ist zwar auch ein Doldenblütler, hat aber einen völlig anderen Geschmack. Man nennt ihn auch Stachelkümmel, Römischer Kümmel oder Kumin. Nach dem Cumin wurde Marc Aurel Cuminus genannt, denn der Kreuzkümmel war ein Symbol für die Gier, eine Eigenschaft, die man diesem römischen Kaiser durchaus nachsagte.

Kreuzkümmel ist schon ein sehr altes Kraut. Man fand Überreste davon in Pharaonengräbern  aus einer Zeit um 2000 v. Chr. Der bis zu 50 Zentimeter hohe Kreuzkümmel blüht im Mai und Juni. Seine Blüten sind weiß oder rosa, die Blätter graugrün und gefiedert.

Das Verbreitungsgebiet des Kreuzkümmels war zunächst Turkmenistan. Heute gibt es das Kraut verbreitet in Nordafrika, Sizilien, Indien, Amerika, in Spanien und im mittleren Osten. Der Kreuzkümmel ist eine einjährige, nicht winterharte Pflanze.

Standort für Kreuzkümmel

In Mitteleuropa ist es nicht so einfach, erfolgreich Kreuzkümmel im Garten zu kultivieren. Er braucht intensive Sonne, und zwar den ganzen Sommer lang. Er gedeiht also nur in einem warmen Sommer wirklich gut. Die Pflanze benötigt einen nährstoffreichen Boden. Sie kann auch in Töpfen und Blumenkästen im Haus gezogen werden.

Aussaat und Vermehrung von Kreuzkümmel

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr in Töpfen oder, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, im Freiland. Die Keimdauer von Kreuzkümmel beträgt 10 bis 14 Tage. Die Pflänzchen benötigen im Garten einen Pflanzabstand von 15 Zentimetern. Bei Kälte und schlechtem Wetter werden sie nicht gedeihen.

Ernte von Kreuzkümmel

Vom Kreuzkümmel werden nur die Samen verwendet. Deshalb wird die Pflanze nach der Blüte, wenn die Samen reif sind, ganz aus dem Boden entfernt und getrocknet. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Samen nicht verloren gehen. Nach dem Trocknen sammelt man die Samen heraus und bewahrt sie in einem luftdichten Gefäß auf. Die Körner werden erst gemahlen, wenn sie benötigt werden, weil sie im zerriebenen Zustand sehr schnell ihre Würzkraft verlieren.

Wirkung des Kreuzkümmels

Die therapeutische Wirkung des Kreuzkümmels lässt sich bei Blähungen, Darmkoliken, Magenschwäche und Leberschwäche einsetzen. Er hilft bei Frauenbeschwerden und ist milchfördernd. Außerdem wirkt Kreuzkümmel antibakteriell, krampflösend und anregend. Noch heute wird Kreuzkümmel in der Veterinärmedizin verwendet.

Der Kreuzkümmel wird zerstoßen als Tee zubereitet, den man aus einem Teelöffel zerstoßener Körner pro Tasse aufbrüht.

Kreuzkümmel in der Küche

Vor dem Zermahlen wird der Kreuzkümmel kurz in der Pfanne angeröstet. Er eignet sich zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Eierspeisen, Fleisch, Fisch oder Kohlgerichten. Aber auch in Kuchen und Brot lässt sich das Gewürz verwenden.

Kreuzkümmel kommt vorwiegend in der nordafrikanischen Küche vor und wird im Couscous verwendet. Auch im Chili con Carne findet man das Gewürz und in einigen Speisen des Mittleren Ostens und in Indien.


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