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Liebstöckel, Maggiekraut, Levisticum officinale

Liebstöckel, beliebte und bekannte Suppenwürze

Bekannt ist Liebstöckel als Maggikraut, weil der Geschmack und das Aroma der Pflanze ähnlich der Maggi-Würze sind. Man könnte daher meinen, dass die Maggi-Würze eine Art Liebstöckel-Tinktur wäre, aber sie enthält dieses Gewürz nicht. Ein anderer Name des Doldenblütlers ist Luststock. Der botanische Name des Liebstöckels lautet Levisticum officinale.

Ursprünglich stammt der Liebstöckel vermutlich aus dem Mittleren Osten und ist im Mittelmeergebiet, aber inzwischen auch in ganz Mitteleuropa verbreitet. Die Pflanze ist zwar nicht winterhart, erscheint aber in jedem Frühjahr wieder und zeigt dann einen schnellen und kräftigen Wuchs. Liebstöckel kann über zwei Meter hoch werden und ein Kräuterbeet damit überwuchern.

Die Blütendolden des Liebstöckels sind gelb bis hellgrün und erscheinen in der Zeit zwischen Juni und August.

Standort für Liebstöckel, Maggiekraut

Als südländische Pflanze liebt der Liebstöckel warme, sonnige Standorte und einen sandigen Boden. Bei guter Düngung entwickelt die Pflanze sich zu einem prächtigen Busch.

Aussaat und Vermehrung von Liebstöckel, Maggiekraut

Die Samen können im zeitigen Frühjahr in kleinen Töpfen an einem warmen Standort ausgesät werden. Ins Freiland sollten die jungen Pflanzen nicht vor Mitte Mai gelangen. Wer bereits eine Liebstöckel-Pflanze besitzt, kann sie durch Teilung vermehren.

Ernte von Liebstöckel, Maggiekraut

Der Liebstöckel kann den ganzen Sommer über geerntet und frisch verwendet werden. Spätestens im frühen Herbst kann die Pflanze kräftig zurück geschnitten werden. Daraus ergeben sich große Sträuße, die man zum Trocknen aufhängen kann.

Das Gewürz ist frisch und getrocknet gleichermaßen empfehlenswert. Von der Pflanze werden nicht nur die Blätter ihrer Heilwirkung wegen verwendet, sondern auch die Wurzel und die Samen.

Wirkung des Liebstöckels, Maggiekraut

Liebstöckel darf nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, da er wehenfördernd wirkt. Seine Wirkung ist anregend, blutstillend, harntreibend, krampflösend und schleimlösend. Er wird daher bei Appetitlosigkeit, Blasenentzündung, Nierenleiden, Blähungen und Magenbeschwerden verwendet.

Außerdem hilft der Liebstöckel bei Stoffwechselstörungen, Rheuma und Gicht sowie Ödemen. Auch Nervosität und Atemwegserkrankungen können mit Liebstöckel behandelt werden. Zudem findet er Anwendung bei eitrigen Wunden, Ekzemen und Furunkeln. Da Liebstöckel fiebertreibend wirken kann, sollte man das Kraut bei Fieber meiden.

Liebstöckel, Maggiekraut in der Küche

Als beliebtes Würzkraut verwendet man die frischen Blätter des Liebstöckels in allen Suppen, im Kräuterquark oder auch in der Kräuterbutter.

Ein Liebstöckel-Wein, der durch Aufgießen eines Esslöffels des Krauts mit einem halben Liter Weißwein angesetzt wird, eignet sich als Kur gegen die beschriebenen Beschwerden. Ein Sud der abgekochten Wurzel hilft als Bad oder Umschlag gegen Hauterkrankungen.

Von den Blättern, der Wurzel und den Samen der Pflanze lässt sich ein Tee aufgießen, der jedoch in seinem Geschmack eher einer Gemüsebrühe ähnelt.


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