Lorbeer, Lorbeerstrauch, Laurus nobilis
Lorbeer: Das Kraut von Weisheit und Ruhm
Lorbeer ist ein immergrüner Strauch, der die enorme Höhe von bis zu fünfzehn Metern erreichen kann. In den Monaten von Mai bis Juli blüht der Lorbeer und zeigt seine weiß bis gelben Blüten. Ursprünglich stammt der Strauch aus Kleinasien und aus der Türkei stammt auch heute noch der meiste importierte Lorbeer in Deutschland. Heute ist er aber im gesamten Mittelmeerraum und im Süden der USA verbreitet. In unseren Breitengraden wächst der Lorbeer auch, wird aber nur schwer eine vergleichbare Höhe erreichen, weil er nicht winterhart ist.
Der Lorbeer hat eine große geschichtliche Bedeutung in der griechischen und römischen Mythologie. Im antiken Griechenland war der Lorbeer dem Apoll geweiht und daher das Symbol von Weisheit und Ruhm. Deshalb erhielten Sportler, Künstler und Politiker für herausragende Leistungen auch einen Lorbeerkranz. Noch heute kommt dem Lorbeer diese Bedeutung im sportlichen Bereich zu.
Standort für Lorbeer
Aussaat und Vermehrung von Lorbeer
Den Samen des Lorbeers kann man in Töpfen mit einem Sand,- Erde- und Torf-Gemisch vorziehen, aber die Pflanze lässt sich auch durch Stecklinge vermehren.
Ernte des Lorbeer
Die beste Erntezeit für Lorbeerblätter ist das Frühjahr oder der Herbst. Nach der Ernte müssen die Blätter erst an einem schattigen Platz getrocknet werden, bevor sie wirklich genießbar sind. Getrocknete Lorbeer-Blätter halten sich ungefähr zwei Jahre, danach verlieren sie ihr Aroma. Damit die Blätter gerade trocknen und sich nicht verbiegen, sollten sie ausgebreitet und mit einem Tuch bedeckt und einem Brett beschwert werden.
Wirkung des Lorbeers
Lorbeer wird eine kräftigende Wirkung nachgesagt, er fördert die Verdauung, hilft gegen Blähungen und Appetitlosigkeit, fördert die Menstruation und darf daher nicht während der Schwangerschaft verwendet werden. Der Lorbeer wirkt antibakteriell, anregend und harntreibend. Das Öl der Pflanze lindert Hautausschläge, Muskelschmerzen, Verstauchungen, Zerrungen, Insektenstiche, Furunkel und rheumatische Beschwerden.
Aus Lorbeer-Blättern lässt sich ein Tee zubereiten, der die Wirkung erzeugt, man kann sie aber auch einfach kauen. Das Öl wird aus den Samen gewonnen, die man im Herbst ernten kann.
Lorbeer in der Küche
Da der Lorbeer einen starken Geschmack verbreitet, darf er nur sparsam verwendet werden. Man kocht das Blatt mit und entfernt es vor dem Servieren wieder aus der Speise. Mit Lorbeer wird Fleisch, Fisch und Wild gewürzt, aber auch Essigfrüchte, Rotkohl und Marinaden. Foto: Lanznaster / pixelio.de
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