Majoran, Origanum majorana
Majoran, wenn's um die Wurst geht
Der Majoran befindet sich in bester Gesellschaft, denn er gehört zu derselben Familie, wie die ebenfalls ursprünglich mediterranen Kräuter Thymian , Salbei und Oregano. Die Pflanze ist also auch ein Lippenblütler und trägt weiße oder rötliche, kleine Blüten. Majoran wird bis zu fünfzig Zentimeter hoch und hat einen krautigen Wuchs. In unseren Breitengraden wächst Majoran nur als einjährige Pflanze, da er nicht frostresistent ist. Im Mittelmeerraum und in Nordafrika, wo seine Heimat ist, gibt es ihn auch mehrjährig.
Standort für Majoran
Da Majoran originär aus warmen Regionen stammt, benötigt er auch in unserem Garten einen warmen und sonnigen Standort. Die Erde sollte locker, nährstoffeich und humos sein.
Vermehrung und Aussaat von Majoran
Da Majoran ein Dunkelkeimer ist, sollte der Samen ungefähr einen halben Zentimeter dick mit Erde bedeckt werden. Die Erde muss man immer leicht feucht halten. Ab Mai kann Majoran auch direkt ins Freiland gesät werden, jedoch besteht dann die Gefahr, dass Vögel die würzigen Samen aufpicken.
Ernte von Majoran
Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen ist ursächlich für die Würzkraft des Majorans. Er ist in der Zeit vor der Blüte am höchsten, daher ist dieses die geeignete Zeit, um den Majoran zu ernten. Die Stiele des Majorans werden nicht zu dicht über dem Boden abgeschnitten, so dass die Pflanze neu austreiben kann und eine zweite Ernte oder die Gewinnung von Samen ermöglicht.
Die abgeschnittenen Pflanzenteile werden zu kleinen Sträußen gebunden und zum Trocknen aufgehängt. Sobald die Blätter getrocknet sind, kann man sie zerrebeln und in einem gut verschlossenen, möglichst lichtgeschützten Gefäß aufbewahren.
Wirkung des Majorans
Majoran stärkt die Verdauungsorgane und die Menstruation. Er sollte daher nicht während der Schwangerschaft genossen werden. Als Tee hilft Majoran gegen Erkältungen, Appetitlosigkeit, Krämpfe, Durchfall und Verstopfung. Er lindert, äußerlich angewandt Kopfschmerzen, Juckreiz oder Rheuma und fördert die Heilung von Wunden. Auch gegen Schlaflosigkeit hilft eine Tasse Majoran-Tee. Aus frischen Majoran-Blättern lässt sich ein Ölauszug herstellen, der für die äußerliche Anwendung gut geeignet ist.
Majoran in der Küche
Als Küchengewürz wird Majoran gerne in der Wurst verarbeitet, denn er unterstützt den herzhaften Geschmack. Man nennt Majoran aus diesem Grunde auch Wurstkraut. Er kommt bei allen schweren und deftigen Speisen zum Einsatz, wo er nicht nur für Würze sorgt, sondern gleichzeitig aufgrund seiner therapeutischen Wirkung die Verdauung der schweren Speisen unterstützt.
- Kümmel, Carum carvi...
- Eibisch, Althaea officinalis...
- Kreuzkümmel, Stachelkümmel, Kumin, Cuminum cyminum...
- Kerbel, Suppenkraut, Anthriscus cerefolium...
- Anis, süßer Kümmel, römischer Fenchel, Pimpinella anisum...
- Johanniskraut, Hypericum perforatum...
- Boretsch, Borago officinalis...
- Estragon, Artemisia dracunculus...
- Fenchel, Foeniculum vulgare...
- Minze, Grüne Minze, Pfefferminz, Mentha...
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