Mutterkraut
Heutzutage ist das Mutterkraut bei vielen Menschen nahezu unbekannt und kam erst in der letzten Zeit wieder etwas ans Tageslicht, weil die klassische Schulmedizin die heilende Wirkung der Pflanze wiederentdeckt hat.
Das Mutterkraut kommt heute in Gärten kaum noch vor und fristet ein bescheidenes Vorkommen als wild wucherndes Unkraut. Dies allerdings zu Unrecht, denn die der Kamille ähnelnde Pflanze war schon im Mittelalter ein bekanntes und sehr weit verbreitetes Heilmittel vor allem in der Frauenheilkunde.
Mutterkraut hilft bei Migräne
Vor allem im Gebiet der Frauenheilkunde wird das Mutterkraut sehr häufig verabreicht. Es gilt als geburtsfördernd und reguliert und fördert die Menstruation. Vor allem Frauen, die schwanger werden möchten, vertrauen dem Mutterkraut wegen der Eigenschaft, das die Pflanze den Eisprung fördert. Dadurch vertrauen immer mehr Frauen auf dieses pflanzliche Mittel und hoffen so doch noch schwanger zu werden.
Doch auch bei eitrigen Wunden, Insektenstichen und Entzündungen kann man auf die heilende Wirkung des Mutterkrauts bauen. Wiederentdeckt wurde die Pflanze auch als Grundstoff für natürliche Präparate gegen Kopfschmerzen und Durchblutungsstörungen sowie gegen Rheuma und Gichterkrankungen. Gerade bei Migräne ist diese Pflanze ein wahres Wundermittel und wird immer öfter eingesetzt.
Mutterkraut findet wieder Einzug in die Gärten
Seinen Ursprung hat das Mutterkraut im östlichen Mittelmeerraum, von wo es vor langer Zeit auch nach West- und Mitteleuropa gebracht wurde. Lange Zeit wurde es als Heilmittel sehr hoch angesehen und überall in Gärten angebaut, bis es nach und nach in Vergessenheit geraten ist. Die Pflanze wird in der Regel 40 bis 50 cm hoch und hat die Eigenschaft, sich weit zu verzweigen. Das Mutterkraut hat einen stark würzigen Duft, etwas der Kamille ähnlich, aber verwandt sind diese beiden Pflanzen nicht.
Mutterkraut bevorzugt einen sonnigen Standort, dessen Bodenbeschaffenheit bestmöglich lehmig sein sollte. Mutterkraut kann relativ problemlos durch Wurzelteilung vermehrt werden und bei der richtigen Pflege, wächst das Heilkraut gut im Gartenboden an.
Mutterkraut trocknen
Wie viele Küchenkräuter kann Mutterkraut auch ohne großes Vorwissen getrocknet werden. Hierfür bündelt man frische, grüne Mutterkrautzweige zu einem Bündel und lässt sie an einem warmen Ort trocknen. Anschließend verwahrt man das getrocknete Mutterkraut in dunklen Glasgefäßen, die an einem kühlen Ort stehen sollten.
Mutterkraut- Tinktur gegen Migräne
Hierfür werden die getrockneten Mutterkrautblüten verwendet. Man nehme 1 Hand voll der getrockneten Blüten und übergieße diese mit hochprozentigem Alkohol. Dieser Mutterkraut-Alkoholsud sollte circa 6 Wochen an einem sonnigen, warmen Ort stehen bis er ausgereift ist. Nach Ablauf dieser Zeit lässt sich die Mutterkraut-Tinktur tröpfchenweise anwenden, sobald sich eine Migräne ankündigt.
Inhaltstoffe des Mutterkrauts
Das Mutterkraut enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, z.B. ätherische Öle, Campher, Flavonoide, Harze, Gerbsäuren, Pyrethrin etc.
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