Rosmarin, Rosmarinus officinalis
Ein mediterranes Gewürz mit vielfältiger Wirkung
Weitere Namen für den Rosmarin: Brautkleid, Hochzeitsblume, Anthoskraut, Kid, Marienkraut, Meertau, Weihrauchkraut
Der Rosmarin ist ein sehr altes Kraut, das schon im 1. Jahrhundert n. Chr. in Mitteleuropa Verwendung fand. Heimisch ist die Pflanze aber im Mittelmeerraum und liebt die warmen Temperaturen. Dennoch ist der Rosmarin auch in Nordeuropa weit verbreitet und bedingt winterhart. Die Pflanze kann bis zu zwei Meter hoch werden, wenn sie an einem geeigneten Standort steht. Rosmarin ist immergrün und hat dünne, fast nadelartige Blätter.
Die Blütezeit des Rosmarin ist in den Monaten März bis Mai und gelegentlich auch der Spätsommer. Die zierlichen Lippenblüten sind hellblau bis violett. Die Pflanze verströmt einen starken, balsamischen Duft und ist eine Augenweide in jedem Garten . Sie eignet sich zudem sehr gut als Kübelpflanze für die Terrasset.
Standort für Rosmarin
Der Rosmarin liebt warme und sonnige Standorte sowie einen sandigen, durchlässigen Boden. Wie jede Pflanze, so kann auch der Rosmarin durch kalkhaltigen Naturdünger in seinem Wuchs gefördert werden.
Vermehrung und Aussaat von Rosmarin
Das Kraut kann aber auch durch Stecklinge vermehrt werden, die im Frühjahr in sandige Erde gesteckt und mit einer Kunststofffolie abgedeckt werden. Nach zwei bis drei Wochen beginnen die Stecklinge zu wurzeln und können frühestens im Mai ins Freiland gesetzt werden.
Überwinterung von Rosmarin
Rosmarin ist nicht komplett winterhart und bei allzu kalten Temperaturen kann ein Erfrieren des Rosmarinstrauches die Folge sein. Deshalb ist es ratsam den Rosmarin im Herbst in einen Topf umzusetzen und bei circa 5 °Celsius im Inneraum zu überwintern. Wohnt man hingegen in milden Regionen so reicht meist auch ein guter Winterschutz und der Rosmarin kommt unbeschadet durch den Winter.
Ernte von Rosmarin
Rosmarin kann während des ganzen Sommers geerntet werden, jedoch sollte man nie zu viel auf einmal von der Pflanze abschneiden, da sie sonst einen ungleichmäßigen Wuchs erhält. Ein leichter Rückschnitt ist im August oder September möglich.
Dabei sollte man nie bis in die holzigen Bereiche schneiden. Dann können die Spitzen abgeschnitten und zu kleinen Sträußen gebunden werden, die man kopfüber zum Trocknen aufhängt. Die getrockneten Äste bewahrt man am besten in einem dunklen Glas auf und zerstößt sie frisch im Mörser, wenn das Kraut verwendet werden soll.
Hinweis: Erntet man den Rosmarin zwischen Juni und August, so hat man den höchsten ätherischen Gehalt der Pflanze genutzt.
Wirkung des Rosmarins
Rosmarin wirkt anregend, entspannend und entzündungshemmend. Er ist als adstringierend, krampflösend und schmerzstillend bekannt. Sogar eine pilztötende Wirkung sagt man dem Rosmarin nach. Er wird bei Atemwegsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit und Verdauungsschwäche empfohlen. Außerdem hilft Rosmarin bei Erschöpfungszuständen, Migräne, Kopfschmerzen, Gicht und Rheuma.
Rosmarin in der Küche
Zum Würzen können kleine Zweige des Rosmarins beim Braten von Fleisch oder Fisch in Olivenöl mitgebraten werden. Getrockneter Rosmarin wird als Gewürz wie zuvor beschrieben frisch im Mörser gestampft. Pulverisierter Rosmarin wird üblicherweise zum Kauf angeboten, wobei bei diesem Fertiggewürz schnell das Aroma verlorengeht.
Als Wein dient der Rosmarin für eine Kur gegen die beschriebenen Beschwerden. Dazu werden zehn Gramm Rosmarin-Blätter in einer Flasche Weißwein angesetzt. Nach einer Woche kann man die Kur beginnen und täglich zweimal ein kleines Glas des Rosmarin-Weins trinken. Auch als Tee entfaltet der Rosmarin seine heilende Wirkung. Der Rosmarintee wirkt schnell Verdauungsstörungen und kann sogar stimmunsaufhellend auf die Psyche wirken.
Der Rosmarintee wird ganz einfach zubereitet: Man nehme 1 Teelöffel der Rosmarinblätter und übergießt dies mit 1 Tasse kochendem Wasser. Anschließend sollte der angesetzte Rosmarintee circa 10 bis 15 Minuten ziehen und dann den Sud durch ein Sieb abseihen, so dass die Rosmarinblätter herausgefiltert werden. Täglich 2 bis 4 Tassen dieses Rosmarintees sind empfehlenswert!
Rosmarinbad selbst gemacht
Da der Rosmarin wunderbar gegen Verspannungen und rheumatische Erkrankungen wirkt, ist ein Rosmarin so manches mal sehr wirksam gegen die Schmerzen. Hierfür kann man spezielles ätherisches Rosmarinöl verwenden und hiervon 15 Tropfen mit einem Becher Sahne vermischen und dem heißen Badewasser hinzufügen. Viel Spaß bei der Entspannung!
Wann sollte Rosmarin nicht angewendet und verzehrt werden?
Alle schwangeren Frauen sollten keinesfalls Rosmarin in größeren Mengen verzehren, da der Rosmarin eventuell Blutungen der Gebärmutter auslösen könnte. Ebenso ist er nicht für den abendlichen und nächtlichen Verzehr geeignet, da seine Inhaltsstoffe anregend wirken und dies unter Umständen zu Schlafstörungen führen könnte.
- Tripmadam, Sedum reglexum...
- Gemüse- und Kräutergarten anlegen...
- Kümmel, Carum carvi...
- Eibisch, Althaea officinalis...
- Tipps zum Kräutergarten...
- Kreuzkümmel, Stachelkümmel, Kumin, Cuminum cyminum...
- Kerbel, Suppenkraut, Anthriscus cerefolium...
- Anis, süßer Kümmel, römischer Fenchel, Pimpinella anisum...
- Johanniskraut, Hypericum perforatum...
- Boretsch, Borago officinalis...
| ← Ringelblume, Calendula officinalis | Schnittlauch, Allium schoenoprasum → |
|---|













