Seifenkraut, Saponaria officinalis
Das Seifenkraut, das auch unter Namen wie „Waschkraut", „Hundsnelke", „Seifenwurz" bekannt ist, stammt aus der Familie der Nelkengewächse. Es wächst und gedeiht in ganz Europa, bevorzugt auf Böden die nährstoffarm sind.
Das Seifenkraut wurde früher aufgrund seiner entzündungshemmenden Inhaltsstoffe gerne gegen Hautunreinheiten, Akne, Gicht und Furunkeln eingesetzt. Ebenso wirkt das Seifenkraut gegen festsitzenden und trockenen Husten, Stirnhöhlenentzündungen und Schuppenflechte. Die enthaltenen Saponine sind für diese Entzündungshemmung verantwortlich, wobei dieser Stoff leicht giftig wirkt, weshalb nur erfahrenen Kräutersammlern anzuraten ist, das Seifenkraut zu sammeln, zu kultivieren und zu verwenden.
Neuere Forschungsergebnisse belegen, dass das Seifenkraut über antivirale und immunstimulierende Eigenschaften verfügt.
Übrigens sind die enthaltenen Saponine auch ein wunderbarer Wirkstoff für die Reinigung von Polstern und empfindlichen Stoffen. Hierdurch eignet sich das Seifenkraut, neben seiner Heilwirkung, auch zur Reinigung von Stoffen.
Sorten des Seifenkrauts:
- Saponaria officinalis: Meist verbreitete Sorte des Seifenkraut. Die Pflanze ist problemlos winterhart und erreicht eine Größe von circa 30 bis 90 Zentimeter.
- Saponaria officinalis „Rubra Plena": Diese Sorte ist ebenso problemlos winterhart und erreicht eine Höhe von 90 Zentimetern. Im Sommer trägt diese Sorte rote, an den Rändern ausgefranste Blüten.
- Saponaria ocymoides „Tumbling Ted": Bei dieser Seifenkrautsorte handelt es sich um einen kleinen Vertreter dieser Pflanzgattung, da sie nur circa 10 Zentimeter hoch wird. Allerdings ist auch diese Sorte winterhart und mehrjährig. Im Sommer trägt diese kleine Seifenkrautsorte zahlreiche rosa Blüten.
Möchte man Seifenkraut auf dem Balkon oder der Terrasse in Blumenkübeln beherbergen, so ist diese Seifenkrautsorte ideal dafür. Sie benötigt humusreiche Erde für ihr Gedeihen und sie sollte regelmäßig in den Sommermonaten gegossen werden. Im Herbst sollte man den Blumenkübel schützen, bzw. den Topf in ein geschütztes Kalthaus räumen.
Pflege und Kultivierung des Seifenkrauts
Beim Seifenkraut handelt es sich um eine Pflanze, die circa 30 bis 80 cm hoch wird und unterirdische Ausläufer bildet.
Das Seifenkraut sollte in nährstoffarmen Gartenböden gepflanzt werden. Eine sonnige Lage ist für dieses Heilkraut notwendig, um ein gesundes Wachstum zu erlangen. Das Seifenkraut darf niemals neben einen Fischteich gepflanzt werden, da die Wurzeln der Pflanze einen giftigen Stoff absondern, der in das Wasser des Gartenteichs gelangen könnte und dort großen Schaden anrichten würde.
Im Sommer nach der ersten Blüte kann man das Seifenkraut zurückschneiden. Dadurch regt man die Pflanze an ein zweites Mal zu blühen und es wird durch den Rückschnitt verhindert, dass das Seifenkraut sich selber aussäht und dadurch im Garten vermehrt. In der kalten Jahreszeit ist kein besonderer Schutz für das Seifenkraut notwendig, denn es ist robust, unempfindlich und leicht im Garten zu überwintern.
Vermehrung von Seifenkraut
Seifenkraut lässt sich wunderbar durch Stecklinge, die im Frühjahr genommen werden, vermehren. Auch eine Teilung des Wurzelstockes im Herbst ist geeignet, um das Seifenkraut erfolgreich zu vermehren. Eine Vermehrung durch die Aussaat ist nur bei der Sorte „Tumbling Ted" und Saponaria officinalis möglich.
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