Wermut, Artemisia absinthium

WermutWermut gehört mit zu den Heilpflanzen, die am bittersten schmecken und auch bei einer sehr hohen Verdünnung den bitteren Geschmack nicht verliert. Aus diesem Grund wird die Pflanze auch oftmals Doppelbitterpflanze genannt.

Unbestritten ist hingegen die sehr heilsame Wirkung der Pflanze, die zur Reinigung des Körpers, zur Heilung und zur Stärkung eingesetzt wird. Die Heilung erfolgt meist sehr schnell und gründlich und stellt für den gesamten Organismus eine gesunde Arznei dar.

Wermut eignet sich ideal zur Verdauung

Vor allem die Funktion von Wermut, saubere Blutbildung zu fördern, wird sehr geschätzt. Durch Wermut wird die Verdauung im Magen erleichtert und dadurch werden auch die Nahrungsmittel gereinigt und dies trägt wiederum zur Bildung von sauberem Blut bei. Der Wermut hat graufilzige Blätter und einen herbwürzigen Duft und wird vor allem in den Mittelmeerländern und in Mitteleuropa angebaut.

Die Aussaat des Wermuts erfolgt im Frühling. Hier gilt es zu bemerken, dass Samen des Wermuts ungefähr drei Jahre keimfähig sind - bei richtiger Lagerung.

Geerntet werden kann der Wermut in der Zeit von Juni bis September und findet neben der Heilverwendung noch Einsatz als Grundstoff für den Absinth, einem Kräuterschnaps. Die Pflanze erreicht in der Regel eine Höhe von etwa 40 bis 60 Zentimeter in einigen Ausnahmefällen noch höher.

Der Wermut bevorzugt einen trockenen Boden oder auch sandig und tonigen Boden in der Nähe von Wasser und gedeiht unter diesen Bedingungen am besten.

Bereits seit der Antike ist Wermut als Heilmittel bekannt und wird seitdem vor allem bei Verdauungsstörungen, bei Appetitlosigkeit und bei Menstruationsprobleme eingesetzt. Auch bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und bei Entzündungen findet Wermut oftmals Anwendung. Möchte man die Heilwirkung des Wermuts nutzen, so sollte man im Juni bis September das Kraut ernten und weiterverwenden. Hierfür werden die oberen Teile des Wermut-Krautes abgeerntet, gebündelt und halbschattig getrocknet.

Innere Anwendung sollte mit Vorsicht genossen werden

Allerdings wird durch seine ätherischen Öle von einer Daueranwendung abgeraten und können durch die Wirkung des enthaltenen Stoffes Thujons auch zu Benommenheit, Erbrechen und weiteren Störungen führen. Meist wird der Wermut als Heilmittel in Tropfenform als Tinktur verabreicht oder auch als Tee. Gegen eine äußerliche Anwendung ist aber absolut nichts einzuwenden und wirkt bei einer Vielzahl von Beschwerden. Nicht umsonst hat der Wermut seine heilende Wirkung seit der Antike bis jetzt erhalten.

Historisches über den Wermut

In früheren Zeiten setzte man den Wermut zur Mäusevertreibung ein. Dort, wo die Nager nicht verbleiben sollten, pflanzte man Wermut. Ebenso schützte man sich in Bibliotheken vor dem Mäusebefall, indem man der Tinte, mit denen kostbare Bücher geschrieben wurden, Wermut-Extrakt beimengte. Dies sollte verhindern, dass die Mäuse die wertvollen Bücher benagen. Wermutfoto © LianeM - Fotolia.com


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kopfschmerzen, schlafstörung, wermut

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