Die vielseitige Zitronenmelisse
Die winterharte Zitronenmelisse ist auch unter "Melisse, Herztrost oder Frauenkraut" bekannt.
Bereits im Mittelalter machte sie sich einen Namen als Heilpflanze, da sie eine entspannende und nervenberuhigende Wirkung hat. Sie ist jedoch nicht nur als Heilpflanze nutzbar, sondern neben Ihrer schönen optischen Wirkung im Garten, passt sie ebenso zu allerhand Speisen, Soßen und Desserts.
Pflanztipps Zitronenmelisse:
Standort: Warm und sonnig wird bevorzugt
Bodenbeschaffenheit: Humoser, nahrhafter Boden
Aussaat: Ab Mai kann man Melisse ausäen oder die Jungpflanzen aus dem Blumentopf ins Freilandbeet pflanzen.
Ernte: Frühling bis Herbst, vorzugsweise die jungen und grünen Blätter
Pflege: Im Frühjahr mit Kompost oder anderem organischen Dünger den Gartenboden anreichern. Stets gut wässern.
Schnitt: Im Juni vor der Blüte kann die Melisse zurückgeschnitten werden, dann treibt sie buschiger wieder aus. Im September kann sie ein zweites Mal zurückgeschnitten werden.
Die Zitronenmelisse in der Küche
Die bittersüßen, frisch nach Zitrone schmeckenden Blätter eignen sich als Gewürz, zum Verfeinern von Süßspeisen oder als Tee.
Für Tee werden die frischen Blätter der Melisse einfach mit heißem Wasser übergossen. Da die feinen Blatthärchen, die sich dabei gelegentlich lösen, mitunter als störend empfunden werden, empfiehlt es sich, den Tee zu filtern.
Als Gewürz ist das Aroma der Zitronenmelisse besonders dann intensiv, wenn die Blätter im Mörser zerrieben werden.
Inhaltsstoffe der Melisse
Melisse enthält ätherisches Öl (Hauptbestandteile Citral und Citronellal, Linalool, Geraniol und
Aldehyde) aber auch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz, Schleimstoffe, Glykoside, Saponine und Thymol. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze pro 100 Gramm Frischgewicht beträgt 253,0 Milligramm.
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