Gärtnern nach dem Mond - Teil 2
Pflanzen während der Mondphasen
Im Laufe der Evolution haben sich die Pflanzen den verschiedenen Mondrhythmen angepasst. Deshalb sollte man die verschiedenen Kräfte der vier Mondphasen für die Gartenarbeit nutzen.
Man unterscheidet allgemein Vollmond, abnehmender Mond, Neumond und zunehmender Mond, diese bezeichnet man als Hauptphasen.
Der zunehmende Mond wird in 2 Quartale eingeteilt:
- Das 1. Quartal ist der Zeitpunkt nach dem Neumond bis zum zunehmenden Halbmond.
- Das 2. Quartal ist nach dem zunehmenden Halbmond bis zum Vollmond.
- Das 3. Quartal ist die Zeit nach Vollmond bis zum abnehmenden Halbmond.
- Das 4. Quartal ist die Zeit nach dem absteigenden Halbmond bis zum Neumond.
Die ersten 2. Quartale wurden bereits in Teil 1. - Gärtnern nach dem Mond – beschrieben.
Wie verhalten sich nun die Pflanzen innerhalb der letzen beiden Mondphasen?
Wirkung bei Vollmond
Die Zeit kurz vor Vollmond sollte Sie dazu nutzen um Erbsen und Bohnen auszusäen.
Bei Vollmond hat die Kraft des Mondes ihren Höhepunkt erreicht. Seine voll beleuchtete Seite ist der Erde zugewandt. Jetzt ist die günstigste Zeit um den Garten zu düngen, da die Pflanzen Nährstoffe jetzt besonders gut aufnehmen. Andere Gartenarbeiten, außer das Sammeln von Kräutern, da die Heilkräfte von Kräutern bei Vollmond besonders stark sind, sollten um den Vollmond nicht durchgeführt werden.
Auch Regenwürmer richten sich nach dem Mondzyklus, denn nur bei Vollmond gehen dieser in den Kompost und kommt auch nur dann wieder heraus.
Kurz nach Vollmond ist eine günstige Zeit für den Schnitt von Rosen. Andere Pflanzen und Gehölze bitte nicht zurückschneiden.
Abnehmender Mond
Der abnehmende Mond schiebt sich jetzt zwischen Sonne und Erde und das Mondlicht schwindet immer mehr. Genau wie die Kräfte der Pflanzen. Dafür wird der unterirdische Wachstum aller Pflanzen aber in dieser Phase kraftvoller. Nun kann das Anpflanzen von Wurzelgemüse, Knollen, Rüben und Zwiebeln beginnen. Auch verschiedene Gemüsesorten und Kartoffeln sollten jetzt geerntet, konserviert und eingelagert werden. Die Stämme der Bäume und die Stängel der Pflanzen enthalten jetzt weniger Saft, da sich die Pflanzensäfte im Wurzelbereich sammeln, deshalb sollten diese jetzt geschnitten oder gepflanzt werden, insbesondere für Obstbäume ist es die beste Zeit.
Für eine Behandlung gegen Unkraut- und Ungeziefer eignet sich die abnehmende Mondphase am besten. Blühpflanzen sollten gar nicht mehr gesät werden, da ihre Blüten sonst schwach und klein bleiben.
Anfällige und mickrige Bäume und Pflanzen werden durch einen radikalen Rückschnitt gekräftigt, dadurch wachsen diese dann saftiger und gesünder nach.
Mondregel: Was nach unten wächst - säen bei abnehmendem Mond, was nach oben wächst, bei zunehmendem Mond.
Der Neumond
Wenn bei Neumond die unbeleuchtete Seite des Mondes zur Erde steht, sollte man alle Gartenarbeiten einstellen.
Bauernregel: Gerste, am dritten Tag nach Neumond gesät ist nach drei Monaten reif.
Natürlich kann nun der Hobbygärtner selbst feststellen ob Wurzelpflanzen bei abnehmendem Mond gut wachsen und alle über der Erde lebenden Pflanzen bei zunehmenden Mond. Oder das die beste Zeit zum Ernten bei zunehmendem Mond oder der Neumond ist. Auch das der Zeitpunkt während des Vollmonds gut geeignet ist, um Bäume zu beschneiden und Düngen viel Erfolg bei Vollmond und zunehmenden Mond macht, während man sich bei Neumond um die Schädlingsbekämpfung kümmern sollte.
Anzufügen wäre noch, das Sternzeichen die der Mond während seinen Phasen durchläuft, ebenfalls die Gartenarbeit zusätzlich beeinflussen. Besonders die Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft), denen diese Zeichen zugeordnet sind.
Grundsätzlich muss man die Mondphasen immer im Zusammenhang mit den Sternzeichen und deren Elemente betrachten, was das Thema Mond und Garten recht schwierig gestaltet und eigentlich schon eine Aufgabe für Spezialisten ist. Deshalb ist es ratsam dazu in einschlägigen Sachbüchern nachzuschlagen.
Foto: morguefile.com by: Irish_Eyes & Unholy Vault Designs, shutterstock.com
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