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Hanfpalme, Hanfpalmen, Trachycarpus fortunei

HanfpalmeDie Hanfpalme gehört zu den beliebtesten und meist gepflanzten Palmen Europas. Diesen Umstand verdankt die Trachycarpus fortunei wohl ihrer Robustheit, da erwachsene Pflanzen bis zu – 17 Grad winterfest sein können.

Ursprünglich war die Hanfpalme in Japan und den subtropischen Regionen Zentral- und Ostchinas beheimatet und fand im Jahre 1830 ihren Weg nach Deutschland. Heutzutage wird sie vielfach kultiviert; in mediterranen Gärten, als Kübelpflanze und Dekorationselement für Eingangsbereiche oder in hiesigen Palmengärten.

Ältere Exemplare der Fächerpalme können eine Höhe von bis zu 15 Meter erreichen und auch ein Stammumfang von 1 Meter ist keine Seltenheit. Die Blattkrone ist bei ausgewachsenen Exemplaren der Hanfpalme auch ausladend, da diese bis zu 50 Fächern bestehen kann.

Von den Spitzen aus gelb werdende Wedel sind keine Seltenheit, da ältere Palmenwedel auf diese Art und Weise absterben. Diese gelben Fächer kann man übrigens einfach entfernen.

Blütenstände und Samenbildung: Unterscheidung männlich-weiblich

Diese Palmenart gehört zu den zweihäusigen Sorten, d.h. um die Blüten zu befruchten, ist jeweils ein männliches und weibliches Exemplar der Hanfpalme benötigt. Die Blütenstände erreichen durchaus eine Länge von 70 bis 90 cm.

Die Unterscheidung, ob man eine weibliche oder männliche Pflanze besitzt, kann man leicht anhand der Blütenfarbe treffen: die männliche Hanfpalme hat sehr dicht stehende und gelb gefärbte Blütenblätter, während die weibliche Gattung hellgrüne und weniger dichte Blütenstände hervorbringt (siehe Bild unten). Früchte werden nur hervorgebracht, wenn die Hanfpalme bestäubt wurde und auch ausschließlich an den weiblichen Sorten. Reife Samen werden im Zeitraum von Dezember bis Januar ausgebildet. Aus diesen Früchten kann man später die Samen gewinnen, die für eine Vermehrung der Hanfpalme notwendig ist.

 

Hanfpalme

 

Überwinterung: wie überwintert man die Hanfpalme? 

In milden Regionen Deutschlands (Niederrhein, Rheinland, Rhein-Main-Gebiet, Oberrhein, Nordseeküste und Inseln) benötigt die Palme kaum einen Winterschutz. Ist der Winter jedoch streng und mit Bodenfrost, bzw. Dauerfrost, ist ein Kälteschutz z.B. durch Mulchen oder eine schützende Ummantelung notwendig.

Pflegeanleitung Hanfpalme

Ältere Exemplare der Hanfpalme können im Freiland ausgepflanzt werden. Besonders empfehlenswert ist es, die Palmen geschützt zu pflanzen: an der warmen Hauswand und an geschützten Ecken im Garten. Jüngere Pflanzen kultiviert man besser als Kübelpflanze, da sie bei kälteren Temperaturen somit einfacher ins Haus eingeräumt oder an einem frostsicheren Ort überwintert werden können.

Die Erde sollte bei jüngeren Palmen ein leicht saures und durchlässiges Substrat sein, wobei ältere Hanfpalmen durchaus gewöhnliche Gartenerde gut vertragen. Der Standort sollte sonnig sein, um ein schnelles Wachstum zu erreichen. Auch eine ausgiebige Bewässerung schätzt die Hanfpalme – dadurch kann sie im Jahr bis zu 50 cm an Höhe hinzuwachsen.

Übrigens: Fruchtende, weibliche Hanfpalmen wachsen wesentlich langsamer, als die männlichen Exemplare.

Der Kauf einer Hanfpalme - Preis und Bezugsmöglichkeiten 

In hiesigen Gartencentern werden die Palmen angeboten. Meist kleinere Exemplare, die erst einige Jahre alt sind. Ab 20 bis 40 Euro sind sie im Handel zu haben, wobei nach oben – je nach Größe und Alter – keine Grenzen gesteckt sind. Lohnenswert ist auch im Internet nach günstigen Angeboten zu suchen oder bei eBay einen Blick nach Angeboten zu haben. Allerdings sollte man hier genau lesen, da meist nur Samen zur Vermehrung angeboten werden und keine gewachsenen Hanfpalmen!

Verwandte Arten:

  • Trachycarpus martianus
  • Trachycarpus takil
  • Trachycarpus wagnerianus
  • Trachycarpus latisectus
  • Trachycarpus orephilus
  • Trachycarpus nanus

Bild: ingexl, www.pixelio.de & www.wikipedia.de

 
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