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Clematis, Klematis, die kletternde Waldrebe
Clematis gehören mit ihren prächtigen Blüten in jeden Garten. Ob in Einzelstellung oder in Kombination mit Kletterrosen am Rosenspalier, wenn sich ihre Blüten entfalten, ist es eine wahre Pracht.
Bei der Pflege und Kultivierung sind sie nicht sehr schwer zu händeln - ein normaler, nicht zu trockener Gartenboden wird bevorzugt und auch bei den Lichtverhältnissen reicht ein sonniger bis halbschattiger Standort aus. Die Clematis mag einen "schattigen" Fuß, weshalb zum Beispiel ein schöner Naturstein oder Bodendecker auf dem Fuß der Pflanze den nötigen Schatten spenden und die Erde unterhalb schön feucht hält.
Bei der Pflanzung sollte man die Clematis tief ins Erdreich einsetzen. Der Wurzelballen sollte ca. 1-2 Augen tief im Erdreich eingegraben werden (ca. 10 cm tiefer als der Pflanztopf). Anschließend ausreichend angießen.
Eine ausreichende Wasserversorgung ist bei der Clematis das A und O, um ein gesundes Wachstum zu erreichen. Im April und Juni hat sich eine Düngung mit organischem Volldünger bewährt.
In Kombination mit Kletterosen sieht die Waldrebe besonders attraktiv aus, aber auch einzeln, zieht sie bei voller Blüte alle Blick auf sich.
Schnitt, schneiden der Clematis
Um einem Verkahlen der Clematis vorzubeugen, sollte man die Waldrebe regelmäßig schneiden. Hierfür sollte man die Blütezeit der Kletterpflanze berücksichtigen, denn die unterschiedlichen Sorten der Klematis schneidet man abhängig von ihrer Blütezeit.
- Schnitt an Clematis die am Neuholz blühen (Blütezeit Sommer / Herbst): Waldreben, die an den neu gebildeten Trieben blühen, sollten jedes jahr im Februar auf ca. 30-50 cm zurückgeschnitten werden.
- Schnitt an Clematis die am Alt- und Neuholz blühen (Blütezeit ab Ende Mai): Diese Sorten blühen ab Ende Mai am Altholz vom vergangenen Jahr und am Neuholz. Diese Sorten sollten jedes Jahr im Februar um ein Drittel eingekürzt werden. Alle 5 Jahre sollte ein Verjüngungsschnitt (starker Rückschnitt) erfolgen.
- Schnitt an Clematis die am Altholz blühen (Blütezeit April bis Juni): Viele kleinblumigen Waldreben Sorten gehören zu dieser Gattung. Man sollte einen regelmäßigen Schnitt vermeiden. Statt dessen empfiehlt sich hierfür ein starker Rückschnitt im 5 Jahres Turnus. Der Schnitt sollte dann nach der Blüte erfolgen.
Was tun gegen die Krankheit Clematiswelke?
Nicht selten werden junge Waldreben von der sogenannten Clematiswelke befallen. Bei dieser Pilzkrankheit werden die Leitungsbahnen der Pflanze verstopft und kein Wasser gelangt mehr in Blätter und Blüten. Ein schlagartiges welken der Pflanze ist die Konsequenz. Aber was hilft nun gegen die Pilzkrankheit?
Meist werden junge Pflanzen befallen, deshalb hat es sich als hilfreich erwiesen, bereits größere Pflanzen im 3-5 Liter Container zu kaufen. Ebenfalls ratsam ist es, relativ resistente Sorten gegen die Welke auszuwählen - hierbei hilft Ihnen sicherlich ein Fachberater aus dem Gartenzentrum.
Ebenso sollte man auf eine regelmäßige Wasserversorgung bei der Clematis achten. Hierbei ist es ebenso wichtig, die Pflanze von unten zu gießen und keinesfalls die Blätter und Blüten mit Feuchtigkeit zu benetzen, da dies den Pilzbefall begünstigen kann.
Was tun, wenn die Clematis bereits von der Pilzkrankheit befallen ist?
Hier hilft nur eines: ein radikaler Rückschnitt bis über den Boden. Die Pflanzabfälle dürfen keinesfalls im Kompost entsorgt werden, da hier die Sporen weiterhin überleben würden und beim späteren Ausbringen im Garten die Pflanzen erneut befallen können. Die Mülltonne ist hier empfehlenswerter, um den Krankheitskreislauf im Garten zu unterbrechen.
Keine Sorge, da die Clematis relativ robust ist, nimmt sie den radikalen Rückschnitt meist nicht übel und erholt sich bis zum nächsten Jahr meist vollständig.
Resistente Clemtissorten
Viele Clematisliebhaber kennen das Problem: die oberirdischen Teile der Clematis sterben plötzlich und überraschend ab. Grund für dieses Verhalten ist häufig die gefürchtete Clematiswelke, die die Pflanze urplötzlich welken und absterben lässt.
Da die Bekämpfung im Garten langwierig und schwierig ist, empfiehlt es sich, von Anfang an welkeunempindliche oder resistente Klematissorten zu wählen. Wichtig zu wissen: problematisch sind vor allem die frühjahrsblühenden Sorten.
Bei den sommerblühenden Klematissorten ist die Wahrscheinlichkeit der Clemtiswelke wesentlich geringer. Der Grund ist folgender: bei den sommerblühenden Waldreben ist häufig die italienische Clematis Viticella eingekreuzt und diese Hybridensorte ist relativ unempfindlich gegenüber der Welke. Wählt man also diese Sorten, hat man meist mehr Freude an den Kletterpflanzen!
Welkeunempfindliche Sorten von Clematis Viticella:
- Alba Luxurians
- Huldine
- Blue Belle
- Etoile Violett
- Romantika
- Royal Velours
- Rubra
- Purpurea Plena Elegans
- Prince Charles
Welkeunempfindlichen Clematis-Wildarten:
- Clematis alpina
- Clematis macropetala
- Clematis montana
- Clematis viticella
- Clematis integrifolia
- Clematis tangutica
- Clematis orientalis
Clematis, Klematis, Waldrebe vermehren
Verschiedene Kletterpflanzen, u.a. die Clematis kann man durch die Absenkermethode schnell und einfach vermehren. Dies ist weder aufwendig, noch schwierig.
Wie vermehrt man die Klematis?
- Man nehme einen Trieb der bodennah ist und schneidet ihn mit einem scharfen und sauberen Messer bis knapp zur Hälfte schräg ein.
- Anschließend biegt man diesen Trieb bis zum Boden, bedeckt ihn mit Erde und befestigt ihn z.B. mit einem Stein, den man zum Beschweren nimmt. Alternativ kann man auch eine umgedrehte Astgabel nehmen.
- Stets gut feucht halten und keiner längeren Trockenperiode aussetzen.
- Nach einem Jahr hat der Trieb so viele eigenständige Wurzeln gebildet, dass man ihn von der Mutterpflanze trennen kann.
- Nun können Sie ihn an seinen endgültigen Standort verpflanzen. Gut wässern zum Anwurzeln in den nächsten Wochen nicht vergessen!
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