Gemüse, Pilze und Kräuter dörren und trocknen
Zum Haltbarmachen von verschiedenen Obst- und Gemüsearten sowie von Pilzen und Kräutern setzt man heutzutage das Trocknen, also den Entzug von Feuchtigkeit, ein.
Am besten zum Trocknen eignen sich vor allem Hülsenfrüchte wie Erbsen, Stangen- oder Buschbohnen sowie Zwiebeln, Knoblauch und Pilze. Allerdings gilt es zu beachten, anders als beim gedörrten Obst, das Gemüse welches getrocknet werden soll, bald nach der Ernte verwertet werden muss.
Erbsen und Bohnen trocknen, dörren
Benötigt werden Busch- oder Stangenbohnen und Wasser.
Bohnen an den Enden abschneiden, waschen und blanchieren. Hierfür das Gemüse in ein Sieb schütten, einen Topf mit ca. 5 cm Wasser füllen und erhitzen. Dann das mit einem Tuch bedeckte Sieb über das Wasser im Topf setzen und einige Minuten blanchieren.
Danach das Gemüse kurz in viel Eiswasser abschrecken.
Das Gemüse kann dann wie >>> Apfel- oder Zwiebelringe getrocknet werden.
Beim Wiederverwerten getrocknete Erbsen und Bohnen bei mittlerer Hitze kochen. Hierfür ca. 500 g Trockenerbsen (auch getrocknetes Obst) erst mit Wasser und 1 TL Natron, 12 Stunden in eine Schüssel legen, abtropfen lassen, abspülen und dann in Salzwasser weich kochen.
Zwiebel- oder Knoblauchringe trocknen, dörren
Zwiebeln oder Knoblauch von der Haut befreien und in dicke Scheiben schneiden, Ringe teilen. 2 - 3 Liter Wasser zum Kochen bringen und die Ringe darin 30 Sekunden blanchieren. Abtrocknen und auf Tüchern oder Trockenrahmen ausgebreitet oder auf Holzstäbchen und Gittern im Backofen etwa 3 Stunden trocknen.
Bambusstäbe eignen sich am besten für das Trocknen. Die Stäbe auf die Breite des Backofens schneiden, dann die Ringe aufreihen. Backofen einschalten.
Die Temperatur des Backofens sollte von anfangs 40°C auf 60-70°C erhöht und gegen Ende des Trockenvorgangs wieder abgesenkt werden. Umluftherd: 3 Stunden bei 70 Grad
Ober- und Unterhitze: 6 Stunden bei 50-70 Grad.
Stäbe in den Backofen hängen und die Ofentür einen kleinen Spalt geöffnet halten, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.
Getrocknete Zwiebel- oder Knoblauchringe schmecken am besten zu Saucen und Suppen.
Zwiebeln und Knoblauch lassen sich, zu Zöpfen oder Bündeln geschnürt oder aber in Scheiben geschnitten, gut lagern.
Pilze dörren, trocknen
Besonders beliebt als Trockenpilze sind Steinpilze und Herbsttrompeten.
Hierzu frisch gesammelte Pilze säubern, Stiele abschneiden, größere Pilze in Stücke schneiden.
Mit einer Nadel auf Bindfaden auffädeln, dabei durch die Mitte stechen und nach jedem Pilz einen Knoten knüpfen.
Die Fäden zum Dörren an einen warmen Platz hängen.
Nach dem Trocknen die Pilze in kleine Portionen abpacken und zu Saucen und Braten verwenden, oder aber zu Würzpulver, gemischt mit Kräutern, verarbeiten.
Aromatische Kräuter trocknen, dörren
Kräuter finden nicht nur beim Kochen Verwendung, sondern sind in Haus und Küche, durch ihren Duft und ihre Heilkräfte, vielseitig einsetzbar. Nicht nur frisch, auch in getrocknetem Zustand behalten sie viel von ihrem Aroma und ihrer Heilkraft.
Am besten morgens nachdem der Tau verdunstet ist, ernten und je nach Kraut einzelne Blätter auf Tüchern oder ganze Stängel in Bündeln an einem luftigen, dunklen Platz trocknen.
Kleinblättrige Kräuter trocknen, dörren
Kräuterzweige sorgfältig auf beschädigte oder welke Blätter untersuchen und diese entfernen, bündeln, 2 - 3 l Wasser zum Kochen bringen und die Sträuße kurz eintauchen. Abschütteln und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Danach die Bündel gegen Einstauben in Papiertüten stecken und aufhängen.
Die Trockenzeit frischer Kräuter hängt von der Stärke der Stängel und der Luftfeuchtigkeit des Trockenplatzes ab.
Um harte Blätterstängel zu entfernen, einfach die trockenen Kräuter vorsichtig zwischen den Handflächen reiben und die Stiele dann entfernen.
Andere Wurzelgemüse wie Möhren und Sellerie eignen sich nicht unbedingt zum Trocknen. Diese kann man am besten in einer Kiste Sand lagern, oder wie anderes Gemüse durch Tiefgefrieren oder Einkochen konservieren. Foto Pilze getrocknet: © muro - Fotolia.com
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