Gurken selber einlegen: Spreewald-Gurken, Senfgurken, Salzgurken
Jetzt ist Saure-Gurken-Zeit
Eingelegte Gurken sind eine Delikatesse und in vielen Varianten in jedem Supermarkt und Lebensmittelgeschäft zu finden. Eine ganz individuelle Note aber erhalten Gewürz-, Salz- oder Senfgurken, wenn man sie selbst im eigenen Garten erntet und anschließend nach seinem eigenen Geschmack einlegt.
So verfügt man immer über ausreichend Gurken aus biologischem Anbau, die zudem deutlich preisgünstiger sind, als gekaufte Gurken. Für eingelegte Gurken werden nicht die großen Salatgurken verwendet, sondern kleinere Sorten.
Gurken können eingelegt oder in ihrem Sud eingekocht werden.
Bevor die Gurken verarbeitet werden können, müssen sie zunächst gründlich mit der Gemüsebürste abgeschrubbt werden. Sie sollen möglichst sauber sein, damit sie lange gelagert werden können.
Spreewald-Gurken selber machen
Am nächsten Tag nimmt man die Gurken aus dem Topf, trocknet sie ab und gibt sie schichtweise mit folgenden Zutaten wieder in den Topf:
- 1 kleiner Meerrettich, in Scheiben geschnitten
- 6 frische Dillzweige
- 1 Teelöffel getrockneten Estragon
- 300 Gramm geschälte Perlzwiebeln
- 3 Esslöffel Pfefferkörner
- 4 Lorbeerblätter
Ein halber Liter Wasser wird mit einem Liter Weinessig und einem Esslöffel Zucker aufgekocht und über die Gurken gegossen. So lässt man die Gurken in dem abgedeckten Topf zehn Tage in einem kühlen Raum stehen. Nach 10 Tagen wird der Sud aus dem Topf abgegossen, erneut aufgekocht und anschließend wieder über die Gurken gegossen.
Nach weiteren zehn Tagen wiederholt man diesen Vorgang noch einmal. Danach wird der Topf mit Frischhaltefolie verschlossen und aufbewahrt. Je länger die Gurken in ihrem Sud ziehen, umso intensiver wird ihr Geschmack.
Salzgurken selber machen
Die gereinigten Gurken werden über Nacht in einer Schüssel mit kaltem Wasser eingelegt. Am nächsten Tag schüttet man das Wasser ab und trocknet die Gurken gründlich. Die trocknen Gurken gibt man in ein Gurkenglas oder einen Steintopf, gibt einen Esslöffel Pfefferkörner, zwei bis drei Lorbeerblätter und eventuell etwas frischen Dill dazu und übergießt alles mit einem Sud. Der Sud wird aus einem Liter Wasser, einer Tasse Essig und 50 Gramm Salz aufgekocht und wieder abgekühlt, bevor man ihn über die Gurken gießt.
Das Gurkenglas oder der Steintopf wird mit einem Teller bedeckt, den man mit einem abgekochten Stein beschwert. Darüber befestigt man ein Küchentuch mit einem Gummiband. Die Gurken gären nun ungefähr zwei Wochen lang und können anschließend verzehrt werden, nachdem man sie mit Wasser abgewaschen hat.
Senfgurken selber machen
Senfgurken werden vor der Verarbeitung geschält, halbiert und von ihren Kernen befreit. Danach bestreut man sie mit Salz und lässt sie über Nacht in einer Schüssel liegen. Am nächsten Tag trocknet man die Gurken ab und schneidet sie in kleinere Stücke.
Diese Gurkenstücke schichtet man in Einkochgläser und übergießt sie mit einem Sud, den man aus je einem Teil Essig und Wasser mit Salz, Senfkörnern, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern und Zucker aufkocht und wieder abkühlen lässt. Anschließend werden die Senfgurken eingekocht.
Nicht nur kulinarisch ein Genuss: die Gurke als Schönheitsmittel
Gurken sind nicht nur lecker, sondern leisten auch große Dienste in der Schönheitspflege. So bezeichnete bereits Katharina von Medici die Gurke als "Schönheitspflanze". Die französische Königin erkannte den großen Nutzen der Gurke und wendete erstmalig die Gurke mit Rosenwasser, Zitronensaft und Mandelöl als hautpflegendes Mittel an.
Noch heute findet die Gurke vielseitig Anwendung in Form einer Gurkenmaske. Diese wird ganz einfach selbst hergestellt: Man nehme eine Biogurke und schneide sie in dünne Scheiben. Anschließend legt man diese auf die Gesichtshaut und lässt sie einwirken. Danach erscheint die Haut wieder frisch und gescmeidig. Die Gurke ist ein wahrer Jungbrunnen für die Haut!
Foto: wrw, pixelio.de, fotografaw, Silvia Bogdanski, Tanya_Tsoy / shutterstock.com
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