Salben und Tinkturen selber machen
Heilende Mittel aus dem Garten
Ernsthafte Hauterkrankungen sollten nicht ohne ärztlichen Rat behandelt werden. Der Arzt verschreibt in diesen Fällen spezielle Medikamente, die unter Umständen chemische Substanzen und Arzneien enthalten, die im Hausgebrauch nicht angewendet werden können. Gegen kleinere Hautirritationen, Mückenstiche, Sonnenbrand oder einfach zur Hautpflege aber lassen sich Salben, Tinkturen und Cremes mit natürlichen Bestandteilen aus dem Garten und der Küche sehr gut einsetzen.
Bevor man sich daran begibt, Kräuterextrakte und Blüten-Ölauszüge herzustellen, um damit eigene Cremes und Salben anzurühren, muss man sich auf jeden Fall vergewissern, dass die entsprechenden Produkte ausschließlich eine wohltuende Wirkung haben und nicht unter Umständen Allergien auslösen können.
Zu den hautfreundlichen Substanzen zählen Kamille, Ringelblume, Birkenwasser, Apfel, Brombeerblätter, Efeublätter, Gurke, Heidekraut, Kartoffel, Rose, Salbei, Lavendel, Walnuss und viele andere. Trotz Hautfreundlichkeit besteht immer die Gefahr individueller Allergien gegen einzelne Inhaltsstoffe der Pflanzen. Daher sollte man vor einer großflächigen Anwendung immer zunächst einen kleinen Allergietest auf der Innenseite des Unterarms vornehmen.
Herstellung von Tinkturen
Um eine Tinktur herzustellen, füllt man ein Schraubdeckelglas zur Hälfte mit den getrockneten Kräutern, Früchten oder Blüten und füllt sie mit Doppelkorn oder Weingeist auf, bis sie gut bedeckt sind. Das Glas wird verschlossen und mindestens drei Wochen an einem warmen und sonnigen Platz aufbewahrt. Anschließend gießt man die Tinktur durch eine Filtertüte und füllt sie in eine dunkle Flasche.
Salbenherstellung
Zur Salbenherstellung gibt man 30 ml Öl und 2 Gramm Bienenwachs in ein hitzebeständiges Glas und verrührt es in einem heißen Wasserbad, bis sich das Bienenwachs aufgelöst hat und sich unter Rühren eine homogene Salbe bildet. Wer eine weniger feste Konsistenz wünscht, gibt etwas mehr Öl dazu. Nachdem die Salbe auf Handwärme abgekühlt ist, kann man Pflanzenwirkstoffe nach Wunsch zufügen.
Dazu eignen sich einige Tropfen einer fertigen Tinktur oder eines hochkonzentrierten Tees sowie ätherische Öle. Anstelle des Öls kann auch ein Blüten-Ölauszug oder das heilende Hautöl verwendet werden.
Herstellung eines heilenden Hautöls
Für ein heilendes Hautöl, das in Salben und Cremes, aber auch pur bei Hautabschürfungen, Ekzemen oder Brandwunden verwendet werden kann, benötigt man 5 Gramm Beinwellwurzel, 3 Gramm Schafgarbenkraut, 3 Gramm Kamillenblüten, 2 Gramm Ringelblumen-Blüten, 2 Gramm Thymian und 150 ml Olivenöl.
Die Kräuter gibt man in ein Glas mit Schraubdeckel und bedeckt sie mit dem Olivenöl. Nach drei Wochen an einem warmen, sonnigen Platz kann man das Öl durch eine Filtertüte abgießen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Foto: © Teamarbeit - Fotolia.com
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