| Kamelie, Kamelien, Camellia japonica |
|
| Sorten Kübelpflanzen | |
Kamelien - blühfreudige Pflanzen für halbschattige Plätze
Kamelien sind sehr robuste Pflanzen, die nicht – wie weit verbreitet geglaubt – Zimmerpflanzen sind, sondern am besten im Freien kultiviert werden. Berücksichtigt man ihre Ansprüche, kann man viele Jahre Freude an der Pflanze haben. Standort und DüngungÄhnlich wie der Rhododendron, bevorzugt auch die Kamelie einen kalkfreien,leicht sauren und humosen Boden. Ebenso mag sie einen leicht schattigen/halbschattigen Platz, der keine Morgensonne bekommen sollte. Die Düngung bei der Freilandkamelie erfolgt durch verrotteten Mist, der den Boden auch vor dem Austrocknen schützt. Topfkamelien sollten nicht während der Blütezeit, sondern erst nach dem Austrieb der neuen Blätter gedüngt werden. Für die Düngung geeignet ist sogenannter Azaleendünger, der nur zur Hälfte dosiert zugegeben wird. Man sollte auch maximal nur bis Juli düngen. Die Kamelie möchte zusätzlich gut gegossen werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Weiches, kalkfreies Wasser wird bevorzugt. Hierfür kann man Regenwasser aus der Regentonne verwenden. Winterharte Kamelien für das FreilandIn Gärtnereien werden einige Arten der Kamelie als winterhart ausgezeichnet. Diese Sorten können ins Freiland ausgepflanzt werden, da sie kurzzeitige Minustemperaturen bis zu -15 Celsius vertragen. Ist der Winter sehr kalt, kann es jedoch passieren, dass die Kamelien an den Blüten und Knospen erfrieren. Dies kann man daran erkennen, dass diese nach dem Winter braun verfärbt sind. Überwinterung: Nicht winterharte Kamelien richtig überwinternAm Besten überwintert man die Kamelie bei ca. 5 Celsius an einem hellen Standort. Mäßig gießen und nach der Winterzeit kann die Kamelie wieder nach draußen, an einen halbschattigen Standort gestellt werden. Die richtige Pflanzung von KamelienWinterharte Kamelien kann man zwischen April und Juli pflanzen. Dadurch können sie über den Sommer gut im Freiland anwurzeln und überstehen den kommenden Winter besser. Wichtig bei der Freilandpflanze ist auch das Alter der Kamelie: sie sollte mindestens 4 Jahre alt sein, um den kalten Winter sicher zu überstehen. Ist sie jünger, ist die Gefahr gegeben, dass der kalte Frost nicht schadlos überstanden wird und die Pflanze erfriert. Schnitt: das richtige Schneiden von KamelienFreilandkamelien oder Topfkamelien benötigen keinen regelmäßigen Schnitt. Möchte man die Kamelie dennoch kürzen, empfiehlt es sich ,die zu lang gewordenen Triebe einzukürzen. Dadurch wird der Wuchs buschiger und dichter. Falls die Kamelie insgesamt sehr groß geworden ist, verträgt sie einen kräftigen Rückschnitt ebenso gut. Vermehrung: Kamelien richtig vermehrenIm August kann man Kamelien durch Stecklinge optimal vermehren. Dazu sollte man einen jungen Trieb mit ca. 10 bis 15 cm Länge auswählen. Der Steckling sollte zwei Blätter haben. Abgeschnitten wird er knapp über dem oberen Blattansatz und ca 4 cm unterhalb des unteren Blattansatzes. Nun steckt man den Kameliensteckling in ein Erde-Sand Gemisch und giesst ihn gut an. Bedeckt man alles mit einer Folie, schafft man ein ideales Gewächshausklima. Nach ca. 8 Wochen hat der Steckling bei guter Pflege angewurzelt und kann in einen größeren Topf verpflanzt werden. Bild: Nießen, www.pixelio.de |
|





