Eine Pille gegen Zecken und Flöhe bei Hund und Katze
Eine einzige Pille soll Hunde und Katzen einen Monat lang
von Flöhen und Zecken befreien. Amerikanische Forscher haben jetzt ein solches
Medikament entwickelt, das Haustiere sicher und den Angaben zufolge ohne
Nebenwirkungen vor solchen Parasiten schützen kann. Die blutsaugenden
Schmarotzer sind nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für deren
Besitzer eine große Plage. Sie können Krankheiten wie Borreliose übertragen und
lösen nicht selten beim Menschen Allergien aus. Über die neuen Ergebnisse
berichten die Forscher um Peter Meinke von den Merck-Forschungslaboratorien in
New Jersey im Fachmagazin «Journal of Medicinal Chemistry» (doi:
10.1021/jm801334v).
Eine einzige Dosis der neuen Pille habe eine hundertprozentige Wirkung gegen
Flöhe und Zecken, berichten die Forscher nach ihren Tests. Insgesamt hatten sie
die Wirkung von 66 potenziellen Wirkstoffen bei Hunden untersucht, indem sie
ihnen Flöhe aufsetzten und den Effekt der Substanzen prüften.
Die Wirkstoffe
stammten alle aus Pilzen und blockierten das Nervensystem von Insekten. Für die
Hunde oder Katzen schienen sie aber keine schädlichen Folgen zu haben, erklären
die Wissenschaftler.
Nach ihren Tests entschied sich das Team um Meinke für
eine der gestesteten Substanzen, N-tert-Butyl-Nodulisporamid. Das Medikament
befreite Hunde und auch Katzen über einen Monat lang zuverlässig sowohl von
Flöhen als auch von Zecken. Studien mit Mäusen zeigten, dass der Wirkstoff im
Fettgewebe gespeichert wird und so über eine relativ lange Zeit nach und nach
abgegeben werden kann.
Die Nachfrage nach Mitteln zur Bekämpfung von Parasiten bei Haustieren ist
groß. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Mittel auf den Markt gekommen,
die meisten davon allerdings zur äußerlichen Anwendung.
Viele Haustierbesitzer
bevorzugen jedoch Tabletten, da deren Wirkung auch bei Regen oder beim Waschen
der Tiere nicht verloren geht. Außerdem kommen die Besitzer selbst so nicht mit
den Mitteln in Berührung und die Wirkstoffe gelangen nicht in die Umwelt. Quelle: ddp, Foto: Michael Lemke, pixelio.de
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