Tiere im Garten beheimaten
Für jeden Naturliebhaber ist morgendliches Vogelgezwitscher Musik in den Ohren. Genauso willkommen sind all die anderen Tiere, die mit ihrem Appetit auf Pflanzenschädlinge den Gärtner bei seiner Arbeit unterstützen.
Damit sich die tierischen Helfer im Garten heimisch fühlen, benötigen sie Lebensräume, die ihren speziellen Bedürfnissen entsprechen.
Singvögel im Garten
Die gefiederten Freunde lockt man am besten schon mit der Winterfütterung in den Garten. Die Meinungen darüber, ob man Singvögeln überhaupt im Winter Nahrung anbieten soll, gehen allerdings auseinander. Auf alle Fälle sollte es kein billiges Futter aus dem Ausland sein, das Samen der gefürchteten Ambrosiapflanze enthält, die Allergien und Asthmaanfälle auslösen kann.
Viel besser ist es, mit Kernen gefüllte Sonnenblumenkörbe und weitere Sämereien aufzuheben. Amseln und andere Singvögel ernähren sich auch von Äpfeln und Hagebutten. Befinden sich zum Winterende Nistkästen im Garten, bleiben die mit Nahrung verwöhnten Vögel zur Familienplanung gerne in ihrer gewohnten Umgebung.
Die Nistkästen müssen jedoch mit ihrer Größe und mit dem Durchmesser ihres Fluglochs einer speziellen Vogelart angepasst sein. So sollte ein Meisenkasten über ein Loch mit 28 mm Durchmesser verfügen und mindestens B: 15 x T: 15 x H: 22 cm groß sein. Es lohnt sich also darauf zu achten, welche Vogelart im Winter zur Fütterung kommt, um die passenden Nistkästen anzubieten.
Igel im Garten
Als nachtaktive Tiere machen sich Igel in der Dämmerung auf Futtersuche. Auf ihrem Speiseplan stehen Schnecken, Raupen, Insektenlarven und Würmer. Tagsüber dient ihnen ein locker aufgeschichteter Haufen aus Geäst, Zweigen und Wurzelstrünken als Ruheplatz, an dem sie auch über den Winter gerne bleiben.
Zur besseren Isolierung dient zusätzlich aufgeschichtetes Laub. Eine gegrabene Mulde unterhalb des Haufens, mit trockenem Moos und Stroh ausgestattet, hält den Frost noch besser vom Igel ab.
Eidechsen und Blindschleichen im Garten
Alle Echsen lieben es, sich auf warmen Steinen zu sonnen. Deshalb ist für sie ein Steingarten in Hanglage ein Paradies. Allerdings brauchen sie ausreichend Versteckmöglichkeiten, wie zum Beispiel Ritzen in Trockenmauern.
Blindschleichen, die zu den Echsen zählen, sowie alle Eidechsen ernähren sich von Asseln, Ameisen, Spinnen und Heuschrecken. Ihre Überwinterung erfolgt in Kältestarre an einem geschützten Platz.
Sonstiges Getier im Garten
Zu der Nahrung von Spitzmäusen, Fröschen und Kröten gehören Fliegen und Insekten. Die hüpfenden Teichbewohner verbringen den Sommer hauptsächlich im Wasser und im Winter ziehen sie sich in Stein-, Geäst- oder Laubhaufen zurück, ähnlich wie die Spitzmaus. Ein wärmender Komposthaufen wird gleichfalls gerne als Unterschlupf angenommen.
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