Schnecken erfolgreich bekämpfen
Angeknabberte Blumen, mit Fressstellen übersäter Salat und eklige Schleimspuren: Schnecken im Garten können zur einer wahren Plage werden. Doch es gibt einfache Mittel, um den Häuser- und Nacktschnecken das Leben schwer zu machen. Die Tiere lassen sich auch ohne Gift vertreiben.
Das hilft gegen Schnecken:
Schneckenfeindliche Samen: Es gibt mittlerweile Gemüse- und Blumensamen, die gegen Schnecken resistent sein sollen. Eine 100-prozentige Garantie kann niemand geben, aber diese Pflanzen mögen Schnecken nicht.
Sonniger Standort: Schnecken brauchen viel Feuchtigkeit und meiden daher sonnige und trockene Standorte. Gemüsebeete und Blumen sollten daher möglichst sonnig stehen.
Trocken legen: Hilfreich kann auch sein, das Beet mit Sägemehl, Kalk, groben Sand, kleinen Steinchen, Steinmehl, Sägemehl oder Eierschalen zu umgeben. Auf dieser trockenen und holprigen Strecke bleiben die Schnecken eben „auf der Strecke" und können die austreibenden Pflanzen nur schwer erreichen. Sehr wirksam, weil schnecken-, aber nicht umweltgiftig, ist auch der Einsatz von Kaffee und Kaffeesatz.
Bretter in Beeten: Bei starkem Befall ist ein regelmäßiges Absammeln der Tiere sinnvoll. Unter Brettern mit pflanzlichen Abfällen als Köder, alten Dachziegeln umgedrehten Blumentontöpfen, Orangenscha-
lenhälften oder auch großen Blättern (zum Beispiel Rhabarber) ziehen sich Schnecken, besonders Jungschnecken, gern zurück, da es hier dunkel und feucht ist. Wendet man das Brett, können die dadurch aufgespürten Schnecken direkt vernichtet werden. Die beste Zeit zum Schneckensammeln ist spät abends oder nach einem warmen Regen ganz früh morgens.
Bierfalle: Schnecken, ebenso, wie manche menschlichen Zeitgenossen, können Bier nicht widerstehen und schlafen gleich vor Ort ein, wo sie eingesammelt werden können. Allerdings lockt dies auch die Schnecken der Nachbarn an. Kein alkoholfreies Bier benutzen - das wirkt nicht!
Ungeliebte Pflanzen: Bohnenkraut und Kamille, ringförmig um die Beete gepflanzt, haben den Ruf, Schnecken abzuschrecken. Auch Kapuzinerkresse, Senf oder Knoblauch in Mischkultur sollen sie nicht mögen. Doch Schnecken entwickeln durchaus unterschiedliche Geschmäcker. Ausprobieren!
Garantiert schneckenfrei: Rhododendron und Koniferen - die verderben selbst Gier-Schnecken den Appetit.
Ein harziger Sud wird aus abgekochten Fichten- und Tannenzapfen auf die Beete gegossen, soll ebenfalls Schnecken abschrecken. Ebenso diverse Pflanzenextrakte, etwa aus Farnkraut, Moos, Lebermoos oder Kompost.
Schneckenzäune: Zäune am besten aus etwa 10 bis 15 Zentimeter hohen Metallplatten halten ideal Schnecken ab und dienen zugleich als optische Trennungen im Garten. Besonders die Nacktschnecke kann diese Barriere kaum überwinden, denn die Oberfläche ist glatt und bietet den Schnecken keinen Halt. Selbst Hausschnecken haben hier ein Problem.
Auch der Einsatz von so genannten Sonnenhüten über Neupflanzungen hat sich bereits als abwehrende Maßnahme bewährt. Ebenfalls geeignet sind Joghurteimer mit einem gewölbten Rand. Schneiden Sie die Böden der Eimer ab und setzen die Eimer um die Aussaat oder Pflanzung. Schnecken können solche Ränder nur mühsam oder gar nicht überwinden und so sind Ihre Salatpflanzen oder auch die Bohnenaussaat zunächst sicher.
Vorsorgen: Aufharken des Bodens zerstört die Nistplätze und beugt neuen Schnecken vor. Dennoch darauf achten, dass der Boden immer feinkörnig ist und nicht zu grob, denn sonst können Schnecken hier erneut Eier ablegen.
Schnecken legen im Herbst ihre Eier und verstecken sich anschließend im Erdboden, um zu überwintern. Wird dieser aufgeharkt und es kommt starker Frost in den Boden, sterben hierbei viele der Schnecken, da sie bei diesen Temperaturen nicht leben können. Spätestens im Frühjahr ist nochmals Hacken angesagt, denn dadurch kann man einige Gelege zerstören, aus denen schon mal keine neuen Schnecken schlüpfen werden.
Natürliche Feinde: Weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung und Vorbeugung von Schnecken sind die natürlichen Feinde der Schnecken: Spitzmäuse, Vogelarten wie Amseln, Stare und Elstern, Maulwürfe, Igel, Frösche, Blindschleichen, Indische Laufenten und Khaki-Campell-Enten. Quelle: smog
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