Das richtige Holz für die Terrasse

Gemütlichkeit auf Holzplanken

Garten-Terrassen müssen eine Menge aushalten können. Sie sind allen Jahreszeiten und Witterungen ausgesetzt und bestanden daher bisher meist aus sehr robusten Materialien, wie Beton, Beton-Pflastersteinen, Klinker-Pflastersteinen oder sehr robusten Steinfliesen.

In den letzten Jahren erfreuen sich aber die wesentlich gemütlicher und wohnlicher wirkenden Holzterrassen steigender Beliebtheit. Nun wissen wir von Holz, dass es den verschiedenen klimatischen Bedingungen nur bei intensiver, regelmäßiger Pflege widerstehen kann.

Besonders Nässe macht dem Holz zu schaffen. Während Pflastersteine relativ leicht auch von Laien verlegt werden können, erfordert eine Holzterrasse schon einiges Können und einen stabilen Unterbau. Holzdielen und Holzfliesen sollten nicht einfach auf dem Boden verlegt werden, da sie sehr schnell von unten verfaulen können.

Der richtige Unterbau sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit auch von unten nicht direkt ins Holz eindringt. Wird dabei auf ausreichende Durchlüftung geachtet, so besteht auch nicht die Gefahr der Schimmelbildung. Auch die Unterkonstruktion benötigt noch einen ebenen Untergrund, der am besten aus verdichtetem Schotter und Sand beschaffen ist.

Bankirai und andere Holzarten für die Terrasse

Es gibt einige Holzarten, die für die Verwendung im Außenbereich eher geeignet sind, als andere. Kiefer- und Fichtenholz sind die preisgünstigste Variante, aber sehr weich und nicht lange haltbar. Es wird daher meist in kesseldruckimprägnierter Qualität angeboten.

Dabei wird das Holz unter Hochdruck  so mit Holzschutzmitteln behandelt, dass es damit möglichst vollständig durchtränkt wird. Durch dieses Verfahren kann das Holz auch im Außenbereich zehn bis zwölf Jahre halten, wenn es regelmäßig alle zwei bis drei Jahre mit Lasuren oder Lacken angestrichen wird.

Die teureren Holzsorten Lärche, Douglasie, Eiche oder Tropenhölzer wie Bangkirai benötigen keinerlei Behandlung, sondern sind aufgrund ihrer Beschaffenheit über zwanzig Jahre und länger haltbar. Bei den Tropenhölzern sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sie aus speziellen Plantagen und nicht aus dem klimaschädlichen Raubbau im Regenwald  stammen.

Tipps zur Auswahl des Terrassenholzes

Beim Terrassenholz sollte zudem darauf geachtet werden, dass keine Holzsplitter hervortreten. Wirklich barfußtauglich ist nur das Tropenholz Bangkirai, da es eine sehr glatte Oberfläche hat und nicht zur Aufsplitterung neigt. Eiche hingegen wird mit der Zeit spröde und splittert.

Eine solche Terrasse sollte nicht ohne Schuhe betreten werden. Auch die Rutschgefahr ist bei nassen Holzterrassen ein Thema. Um ihr vorzubeugen, sind die meisten Holzbohlen zum Terrassenbau mit Rillen versehen.

Holzfliesen für die Terrasse

Seit einigen Jahren werden im Holzhandel auch Holzfliesen für den einfachen Terrassenbau angeboten. Manche Modelle verfügen sogar über einen fest verankerten Kunststoff-Untergrund, der die Verlegung vereinfacht. Die einzelnen Fliesen können durch Noppen und Ösen miteinander verbunden werden. Auch die Holzfliesen werden in den verschiedenen Holzarten angeboten.


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