Azalee, Azaleen – die große, bunte Vielfalt einer Zimmerpflanze
Faszinierende Blüten in den unterschiedlichsten Farben, lange Blühdauer und interessante Formen sind die Eigenschaften, die Azaleen als blühende Topfpflanzen im Winter so beliebt machen. Seit über 200 Jahren erfreuen sich Azaleen, botanisch Rhododendron-Simsii-Hybriden, in Deutschland einer großen Beliebtheit.
Rhododendron simsii ist eine in China und Japan heimische, immergrüne Art, die dort als Glücks-Symbol bekannt ist. Bei der Wildart öffnen sich die 5-7 cm breiten, trichterförmigen Blüten im Mai und leuchten rosa- bis dunkelrot. Durch Züchtung ist mittlerweile eine Vielzahl von Sorten entstanden, die für eine reiche Auswahl im Azaleensortiment sorgen.
Winterblüher Azalee: Blüten-Feuerwerk zum Jahreswechsel
Die natürliche Blütezeit der Azaleen ist von September bis April. Damit gehören Azaleen zu den wenigen Blühpflanzen, die für leuchtende Farbtupfer in den Herbst- und Wintermonaten sorgen.
Man unterscheidet groß-, mittel- und kleinblumige Azaleen sowie Pflanzen mit einfachen oder gefüllten Blüten. Das Farbspektrum umfasst viele Nuancen von Rottönen, Varianten von Rosa, Violett, Lachs und Weiß bis hin zu mehrfarbigen Blüten.
Azaleen werden nicht nur durch ihr reiches Farbangebot, sondern auch wegen ihrer variablen Formen geschätzt, die alle Möglichkeiten der Gestaltung bieten. Von Minis bis Maxis, von buschigen Azaleen bis zu 30 Jahre alten Hochstämmchen, von Pyramiden- zu Sonderformen – mehr als 500 Sorten in diversen Größen und Wuchsformen werden angeboten.
Pflanztipps für Azaleen
Beim Kauf sollten bis zu fünfzig Prozent der Knospen Farbe zeigen und eine gleichmäßige Knospenreife haben. Nur Pflanzen mit kräftigen, vollgrünen Blättern sind wirklich gesund und widerstandsfähig. Wenn die meisten Knospen beim Kauf noch geschlossen sind, werden Sie zu Hause Ihr blühendes Wunder erleben, weil die vielen Blüten zu einem einzigen Blütenmeer verschmelzen.
Auf Düngergaben kann während der Blütezeit verzichtet werden. Azaleen lieben es feucht. Wenn keine Staunässe aufkommt und der Wurzelballen dennoch gut durchfeuchtet ist, fühlen sie sich am wohlsten. Bei Topfazaleen ist darauf zu achten, dass kein „Fußbad“ im Übertopf oder Untersatz steht. Meist sind hängende Blätter ein erstes Anzeichen dafür, dass es der Pflanze zu nass ist. Azaleen bevorzugen leichte saure, humusreiche Erde – für Topfazaleen ist Rhododendron-Erde hervorragend, da sie luftig und locker ist und überschüssige Nässe gut abgibt.
Mal Farbe, mal grün
Je nach Standort blühen Azaleen vier bis acht Wochen ohne Unterbrechung. Statt praller Sonne bevorzugen Azaleen einen Platz im lichten Schatten. Ideal ist für sie eine Durchschnittstemperatur von 18 bis 20 Grad.
Verblühte Triebe schneidet man am besten unterhalb des Blütenansatzes ab, damit die nachkommenden Knospen genügend Platz zur vollen Entfaltung haben. Ab Ende Mai bis in den September werden aus Azaleen reizvolle Grünpflanzen, die sich im Garten oder auf dem Balkon sehr wohl fühlen.
Vor dem ersten Frost sollten sie aber wieder zu Zimmergenossen werden. In der Wohnung entwickeln sich schon nach kurzer Zeit erneut zahlreiche Blüten aus den reifen Knospen, die mit ihrer Schönheit die Wintermüdigkeit vertreiben.
Und immer mehr Azaleen...
Azaleen werden in der Regel bis zu drei Jahre und länger kultiviert. Mehr noch als bei der Kultur von Azaleen ist bei der Zucht vor allem Geduld notwendig. Eine noch schönere Blüte, längere Blütezeiten und noch kräftigerer Wuchs sind die Züchtungsziele.
Für neue Sorten werden die besonderen Eigenschaften ausgesuchter Elternpflanzen durch Kreuzung miteinander vereint. Diese Nachkommen werden wiederum sorgfältig ausgelesen und erst wenn sie durch konstante Qualität überzeugen weiter kultiviert. Es können bis zu zehn Jahre vergehen, bis sich eine neue Sorte bewährt hat und auf den Markt kommt.
Quelle, Foto: CMA
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