Hydrokultur bei Zimmerpflanzen
Wie der Name bereits verrät, geht es bei der Hydrokultur um die Kultivierung von Pflanzen im Wasser. Klingt recht simpel, aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Damit es gelingt, müssen durchaus ein paar Regeln beachtet werden.
Worin die klaren Vorteile der Hydrokultur liegen, worauf man achten sollte und welche Pflanzen keinesfalls für die Hydrokultur geeignet sind, können Sie hier erfahren.
Welche Pflanzen sind für die Hydrokultur geeignet?
Der Hauptvorteil der Hydrokultur ist tatsächlich die Bequemlichkeit. Das Wässern kann in wesentlich größeren Abständen erfolgen, ideal also auch für Personen, die öfters mal verreisen. Es sind vorwiegend die Sukkulenten, die für eine Hydrokultur ungeeignet sind und ein lockeres, sandiges Erdsubstrat bevorzugen.
Zum Ansetzen von Blüten brauchen sie zwingend eine Ruhezeit, in der auf das Gießen komplett verzichtet wird. Genau das ist mit der Hydrokultur nicht möglich. Pflanzen, die Rhizome oder Wurzeln in der Form einer Rübe ausbilden, sind ebenfalls in normaler Erde besser aufgehoben.
Damit die Hydrokultur gelingt
Ein wesentlicher Nachteil der Hydrokultur sind die höheren Anschaffungskosten gegenüber normalen Blumentöpfen und Gartenerde. Die Grundausstattung besteht für jede Pflanze aus einem Hydrokulturgefäß, das aus einem Innen- und einem Außentopf besteht, einem Wasserstandsanzeiger und granuliertem Blähton, der der Pflanze den Halt gibt.
Dünger kommt noch dazu. Er ist sogar äußerst wichtig, denn keine Pflanze kommt auf Dauer nur mit Wasser und Luft aus. Speziell für die Hydrokultur entwickelt, ist ein Spezialdünger zumeist sogar in der Lage, gleichzeitig den Kalk des Leitungswassers zu binden. Die Anwendung erfolgt nach Anweisung des Herstellers.
Mit Hilfe der Wasserstandsanzeige kann stets die Nässe kontrolliert werden. Erst wenn der Zeiger unter die Minimum-Markierung fällt, muss nachgegossen werden.
Ein Umsetzen der Pflanze ist meist erst nach 3 bis 4 Jahren nötig. Höchste Zeit zum Umtopfen ist allerdings, wenn sich die Pflanze aufgrund von zu üppig gewachsenem Wurzelwerk erhebt.
Der Wechsel von Erd- auf Hydrokultur
Ältere Pflanzen tun sich recht schwer, sich von konventioneller Anpflanzung auf Hydrokultur umzustellen und anders herum. Das liegt an den Wurzeln, die sich im Laufe der Zeit an die jeweils speziellen Bedingungen anpassen. Deshalb ist es beim Anlegen einer Hydrokultur besser, auf Jungpflanzen zurückzugreifen.








